Tobias Zaenker erreicht bei landesweitem Mathewettbewerb die Höchstpunktzahl

Zahlen sind seine Welt

Schulleiter Gerhard Ferenszkiewicz (rechts) gratuliert Tobias Zaenker zu dessen Erfolg beim landesweiten Mathewettbewerb für Oberstufenschüler. Links freut sich Mathe-Lehrerin Ulrike Hoffmann über das Resultat ihres Schülers. Foto: Reymond

Heringen. Wenn es um Zahlen und Formeln geht, dann ist der 16-jährige Tobias Zaenker aus Lengers nicht weit. Der Schüler der Einführungsphase (ehemals Klasse 11) an der Heringer Werratalschule hat beim landesweiten Mathewettbewerb des Zentrums für Mathematik die volle Punktzahl von 60 erreicht.

2323 machten mit

Insgesamt nahmen an diesem Vergleich 2323 Schülerinnen und Schüler von 95 hessischen Schulen teil. So wie Tobias kamen noch 17 andere Schülerinnen und Schüler auf die maximale Punktzahl. Die durchschnittliche Punktzahl lag jedoch nur bei 28,4.

„Ich war schon sehr überrascht von Tobias’ Leistung. Schließlich wurden Themen abgefragt, die wir im Unterricht überhaupt noch nicht durchgenommen hatten“, sagt Mathelehrerin Ulrike Hoffmann.

Doch Tobias’ Erklärung ist ganz einfach: „Ich habe mir auf der Internetseite des Zentrums für Mathematik die Übungsaufgaben angesehen und sie dann mit meiner Schwester Julia gerechnet“. Und die Schwester weiß natürlich auch bestens mit Zahlen umzugehen. Sie hat gerade ihr Abitur an der Werratalschule absolviert und im Grundkurs Mathematik die Bestnote erreicht. „Auch wenn ich im Abschlusszeugnis 15 Punkte bekommen habe, ist mein Bruder in Mathematik talentierter als ich“, gesteht Julia ein. Tobias wird daher ab dem kommenden Schuljahr neben Chemie natürlich Mathematik als Leistungskurs wählen.

Sicherlich die richtige Entscheidung, denn schon vor drei Jahren gewann er beim Mathematikwettbewerb der 8. Klassen den Schul- und den Kreistitel. Auf Hessenebene landete Tobias damals auf dem siebten Platz.

Für seine erfolgreiche Teilnahme am diesjährigen landesweiten Mathewettbewerb erhielt er eine Urkunde und einen Roman von Daniel Kehlmann. Dieser trägt den Titel „Die Vermessung der Welt“. In dem Buch geht es um zwei Genies der deutschen Geistesgeschichte: Mathematiker Carl Friedrich Gauß und Naturwissenschaftler Alexander von Humboldt.

Vielleicht animiert die Lektüre den 16-jährigen Schüler dazu, noch tiefer in die Welt der Zahlen einzudringen.

Von Mario Reymond

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