Musik und Theater beim Dorfabend der Lautenhäuser Trachten- und Volkstanzgruppe

Der Wurstdieb geht um

Die Arme hoch: Mit mehreren Tanzreigen begeisterten die Jungen und Mädchen der Trachten- und Volkstanzgruppe das Publikum beim Dorfabend in Lautenhausen. Fotos: roda

Lautenhausen. Es ist immer wieder erstaunlich, welch unterhaltsames Programm die Trachten- und Volkstanzgruppe (TVG) Lautenhausen zu ihren alljährlichen Dorfabenden zustande bringt. Die nunmehr 62. Ausgabe dieser schon traditionellen Veranstaltungsreihe begann wieder mit dem Auftakt durch die TVG-Musikgruppe, während Vorsitzender Alfred Ries mit seiner Begrüßung und der Chor mit einem Frühlingslied das Publikum auf die Vorstellung einstimmten.

Ganz in eifriger Erwartung hatte derweil schon der jüngste TVG-Nachwuchs Aufstellung genommen und zeigte unter spontanem Beifall seine lange eingeübten Tanzreigen.

Gestandenes Männertrio

Mit sicherem Tritt auf der nicht so großen Bühne folgte die Jugend- und Erwachsenengruppe mit einigen Tänzen. Die Unterhaltung der Musiker gewährte Horst Deiseroth, Dieter Heuser und Alfred Ries noch einen kurzen Moment der Besinnung, bevor das gestandene Männertrio in verschärfter Form die Gemeindepolitik aus Höhe des Biertischs aufs Korn nahm. Genug Munition boten ohnehin der vorzeitige Bürgermeisterabschied und die immer noch ausstehende Namensfindung für den Dorfmittelpunkt in Friedewald. Allerdings war der zuletzt gehandelte „Martin-Gröll-Platz“ wegen der ungünstigen Vorfälle um seinen Namensgeber aus dem Rennen, so dass jetzt die Bezeichnung „Schneegansplatz“ vermutlich zum Favoriten wird.

Musik und Tänze hielten die Besucher weiter bei Laune, während sich Wolfgang Querl, Bernd Möller, Gertrud Deiseroth, Claudia Ißlaib, Hans-Christoph Lippert, Renate Morzinietz und Petra Möller als Theatergruppe für den Höhepunkt des Dorfabends vorbereiteten. Dafür hatte sich Alfred Ries einmal selbst als Co-Autor versucht und mit dem „Wurstdieb“ ein sehr vergnügliches Schelmenstück von bayerischen auf Kuppenrhöner Verhältnisse umgedichtet. Die Gäste im Saal quittierten Gestik, Mimik sowie sprachlichen Witz jedenfalls mit anhaltendem Schmunzeln bis lautem Gelächter und sparten beim Schlussvorhang auch nicht mit reichlich Applaus für den Auftritt der Lautenhäuser Theatergarde. (ha)

Von Hans-H. Hartmann

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