Heringer Stadtverordnete müssen entscheiden

Wird der Straßenbau vorfinanziert?

Heringen. Mit der Vorfinanzierung des Straßenbaus an der Hauptstraße und der Wölfershäuser Straße in Heringen – beides Landesstraßen – befassen sich die Stadtverordneten während ihrer nächsten Sitzung. Diese findet am Dienstag, 20. August, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle in Widdershausen statt.

Da das Land Hessen wegen der sogenannten Schuldenbremse die grundhafte Straßenerneuerung an den beiden Landesstraßen in Heringen aktuell nicht aus eigener Tasche berappen kann, soll die Stadt selbst die Vorfinanzierung übernehmen. Dieses Modell bevorzugt Bürgermeister Hans Ries. Auch die Anwohner selbst hätten sich bei einer Bürgerversammlung für die Vorfinanzierung durch die Stadt ausgesprochen. Schlussendlich müsste nun noch das Stadtparlament zustimmen, um das sogenannte kommunale Interessenmodel (KIM II) auf den Weg zu bringen. Eine unterschriftsreife Verwaltungsvereinbarung mit Hessen Mobil liegt der Stadt bereits vor.

Die Baukosten für die beiden Straßenbauprojekte betragen demnach laut Tischvorlage 852 532 Euro. Dieses Geld soll im Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Die sich aus der Vorfinanzierung ergebende Zinslast für die Stadt liegt bei 541 000 Euro.

Um ein Nahversorgungszentrum in der Kernstadt realisieren zu können, benötigt die Stadt Flächen. Diese sollen über die Hessische Landgesellschaft (HLG) erworben werden. Dieses Vorgehen sei laut Bürgermeister mit dem Projektentwickler bereits abgestimmt. Die Stadtverordneten sollen der HLG nun grünes Licht für den Ankauf geben. (rey)

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