Gemeindevertretung zieht Aussetzungsantrag für zwei Anlagen zurück

Windpark wird wohl wachsen

Friedewald. Einstimmig beschloss die Friedewalder Gemeindevertretung während ihrer Sitzung am Donnerstag in Motzfeld, den Kanal in der Schulstraße zu sanieren und ein Verbindungsstück der Straße vom Dorfgemeinschaftshaus zum Saal Bock gemäß Ausschreibung pflastern zu lassen. Die Rohrverlegung soll 92 718 Euro kosten. Für die Pflasteranbindung, die im Rahmen der Dorferneuerung zunächst verschoben wurde, steht ein Betrag von 13 736 Euro in der Auftragsliste. Die Reparatur eines anschließenden Feld- und Wirtschaftsweges, für den bereits Geld im Haushalt vorgesehen ist, wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Ebenso zurückgestellt wird der Bau eines Wasserzählschachtes mit Fernwirkanlage zur genaueren Lecksuche und zum Abstellen bei Reparaturarbeiten im Zuge der Kanalsanierung des Bauabschnittes im Röderweg. Hierzu wird der Gemeindevorstand beauftragt, ein Angebot über eine Trinkwasserzielplanung einzuholen.

In einem weitere Tagesordnungspunkt beschloss das Parlament einvernehmlich, dass der Gemeindevorstand fristgerecht Beschwerde gegen zwei Bauvoranfragen zu Wohnhausprojekten im Bereich Festhalle, Kindertagesstätte und Schule einlegen soll. Den für dieses Gebiet bisher gültigen Bebauungsplan erklärte das Verwaltungsgericht am 12. April wegen Abwägungsfehlern für ungültig (wir berichteten). Danach hat der Privatinvestor dann seine Voranfragen eingereicht. In Ergänzung des Beschlusses soll der Bebauungsplan jetzt noch einmal überarbeitet und dann zur Genehmigung vorgelegt werden.

Beschlossen wurde auch, einen Aussetzungsantrag zum Aufstellen weiterer zwei Windkraftanlagen zurückzunehmen. Erster Beigeordneter Klaus Kraft erkannte im Antrag der Firma „Windenergie Friedewald GBR“ eine Neuorientierung zur aktuellen Windkraftplanung. Die Windräder waren vor geraumer Zeit bereits auf der dafür vorgesehenen Fläche zwar geplant, aber von der Gemeinde vorläufig nicht genehmigt worden. (ha)

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