Auf dem Eichberg bei Schenklengsfeld werden bis 2014 fünf neue Anlagen gebaut

Windpark wird wachsen

Wüstfeld. Wie es mit der Windenergie in Schenklengsfeld weitergehen soll, darüber informierte Wolfgang Ruch, Geschäftsführer der Windpark Eichberg GmbH, die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Wüstfeld.

Fünf neue Anlagen – vier weg

Danach sollen im kommenden Jahr auf dem Eichberg fünf neue große Windkraftanlagen installiert werden. Sie sollen die vier Anlagen ersetzen, die im Jahre 1998 dort oben in Betrieb genommen worden waren. Neben den neuen mächtigen Anlagen mit einer Nabenhöhe von 140 Metern werden sich dann noch drei Anlagen drehen, die 2005 ans Netz gingen. Der Jahresertrag an elektrischer Energie wird nach Angaben Ruchs von derzeit 13 000 000 Kilowattstunden auf 47 000 000 Kilowattstunden ansteigen. Schon die 13 Millionen Kilowattstunden waren ausreichend, um die Gemeinde Schenklengsfeld komplett für ein Jahr mit Strom zu versorgen. So liefert eine der Anlagen aus dem Jahre 1998 etwa 800 000 Kilowattstunden. Ein sie ersetzendes Windrad der neuesten Generation bringt es dann auf 7,8 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Derzeit sind etwa 60 Gesellschafter an dem Schenklengsfelder Bürger-Wind-Projekt beteiligt.

In Teil zwei seines Vortrags sprach Ruch über die Pläne des Landes Hessen, in den Bereichen von Hessen Forst zwei Prozent der Landesfläche mit Windkraftanlagen zu belegen. Eines der Vorranggebiete befindet sich demnach mitten im Wald zwischen den Schenklengsfelder Ortsteilen Wippershain und Dinkelrode. In dem sogenannten Suchgebiet HEF 039 könnten nach den Worten Ruchs fünf große Windkraftanlagen installiert werden, die zusammen pro Jahr 37 500 000 Kilowattstunden Strom erzeugen könnten.

Bewerbung eingereicht

Sollte das Land diese Fläche über den Teilregionalplan 2013 Nordhessen tatsächlich als Standort für Windräder ausweisen, dann möchte die Windpark Eichberg GmbH mit im Rennen sein. Eine Bewerbung bei Hessen Forst hat die Windpark Eichberg GmbH bereits eingereicht. Da auch die politische Gemeinde letztlich ein solches Windkraft-Vorhaben abnicken müsste, hatte sich Ruch jetzt die Mühe gemacht und die Gemeindevertreter aktuell unterrichtet.

Im Anschluss an den Windkraft-Vortrag beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig eine Vorschlagsliste zur Wahl der Schöffen für das Amtsgericht Bad Hersfeld. Auf die Schöffenliste kommen demnach: Carsten Faust, Edith Vollmer, Anja Wenzel und Swen Heimeroth.

Ebenfalls einstimmig fassten die Kommunalpolitiker einen Grundsatzbeschluss zum Ausbau des schnellen Internet-Netzes auf Glasfaserbasis, wie er derzeit in Nordhessen von den fünf Landkreisen und der Stadt Kassel angedacht ist.

Von Mario Reymond

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