Der Bau einer Zufahrt für Windkraft-Schwertransporte oberhalb von Friedewald stockt

Windpark Roteberg: Landwirte in Friedewald stoppen Bagger

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Nichts geht mehr für den Bagger: Landwirte haben mit ihren Schleppern dem Baufahrzeug den Weg auf dem Roteberg versperrt. Foto: nh

Friedewald. Die Ereignisse in Sachen Windkraft auf dem Roteberg oberhalb von Friedewald überschlagen sich derzeit.

So habe in einer „Nacht- und Nebelaktion“ der Bad Hersfelder Investor Ingo Sauer ohne das Einverständnis der Bewirtschafter damit begonnen, am Mittwochmorgen eine dringend benötigte Zuwegung zum geplanten Windpark Roteberg zu bauen, berichten Kritiker des Projekts.

Die Trasse wird benötigt, um später die Einzelteile für die angedachten fünf Windräder in das Waldstück zu bekommen. Mittlerweile haben jedoch Landwirte mit drei Großtraktoren die von ihnen gepachteten Flächen vor der Baggerschaufel gesichert, sodass der Baggerfahrer unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. Wie uns aus gut unterrichteten Kreisen weiter mitgeteilt wurde, hatte der Investor die Grundstücke zwar erworben, aber vergessen, die Pachtverträge mit den Landwirten ordnungsgemäß zu kündigen. Die Pächter beabsichtigen nun eine ihrerseits eine einstweilige Verfügung beim Amtsgericht in Bad Hersfeld zu beantragen, um die Bauarbeiten weiter verhindern zu können.

„Das kleine gallische Dorf am Rande des Rotebergs kann und wird sich wehren. Das ist nun auch Herrn Sauer und den Käufern des Windparks mit dieser Aktion klar geworden“, erklärt ein Sprecher der Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald, die den Windpark auf dem Roteberg verhindern will.

Der Investor selbst war für eine Nachfrage nicht zu erreichen.

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