Roteberg-Projekt bei Friedewald wegen Wegenutzung auf Eis

Keine freie Fahrt für Windrad-Transporte

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Friedewald. Das Projekt Windkraft auf dem Roteberg bei Friedewald stockt zurzeit. Noch unklar ist es, wie die Schwertransporte das Waldstück erreichen sollen. Derzeit prüfen Rechtsanwälte, wie es weitergehen könnte.

In Sachen Windkraft auf dem Roteberg bei Friedewald will der Investor nun andere Anlagentypen errichten als bisher geplant. Statt Nordex N 117 Anlagen sollen nun Anlagen des Typs Vestas V 117 aufgestellt werden (wir berichteten). Dafür sollte die Gemeindevertretung Friedewald in ihrer Sitzung am vergangenen Mittwoch eine neuerliche Stellungnahme abgeben. Darauf wurde aber einstimmig verzichtet, da es sich dabei ohnehin nur um einen formellen Akt handeln würde. Vielmehr sind sich die Parlamentarier darüber einig, überhaupt keine Windkraft auf dem Roteberg haben zu wollen. Im vergangenen Jahr wurde bereits eine derart lautende Resolution verfasst.

Da es sich bei der Windkraft jedoch um ein privilegiertes Vorhaben handele, könne sich die Gemeinde dem nicht verwehren, erklärte Bürgermeister Dirk Noll. Dennoch stockt momentan das Windparkprojekt auf dem Roteberg – wo drei Anlagen auf Friedewalder und zwei Anlagen auf Hersfelder Gebiet aufgestellt werden sollen – weil der Investor anscheinend Probleme hat, geeignete Anfahrtswege für seine Schwertransporte zu finden. So sollen ihm bereits drei Anwohner in Friedewald untersagt haben, ihre Flächen zu befahren.

Derzeit werde seitens des Investors alternativ geprüft, über die Alte Hersfelder Straße in Friedewald – also direkt durch den Ort – hinauf zum Roteberg zu fahren, führt Noll weiter aus. Aktuell befassten sich daher Rechtsanwälte mit der Prüfung dieser Variante. Sollte sich herausstellen, dass die Gemeinde bei einer Verweigerung zur Straßennutzung nicht schadensersatzpflichtig würde, wolle sie die Durchfahrt auch weiterhin verwehren.

Für Mittwoch, 11. November, ist daher noch einmal ein Gespräch zwischen Investor, Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald und Gemeinde anberaumt, um den aktuellen Sachstand zu erläutern. Während einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 18. November, ab 19 Uhr in der Friedewalder Festhalle soll das Thema Windkraft Roteberg neben anderen ebenfalls diskutiert werden.

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