Nach Meinung der Hohenrodaer Gemeindevertreter sind Suchgebiete zu groß angelegt

Windkraft: schwierige Orte

Oberbreitzbach. Bedenken gegen die beiden ausgewiesenen Suchfelder für Windenergieanlagen in den Bereichen Ransbach, Mansbach und Oberbreitzbach hat am Dienstagabend mit großer Mehrheit die Gemeindevertretung während ihrer Sitzung in Oberbreitzbach geäußert.

So lasse der ausgewiesene Suchraum HEF 038 bei Ransbach nur ungenau ein Vorranggebiet erkennen, da die dort geplante Erweiterung der Kalihalde überhaupt nicht berücksichtigt worden sei.

Zudem seinen für den notwendigen Transport der Windenergieanlagen die vorhandenen Wege nicht geeignet. Ein Aus- beziehungsweise Neubau würde demnach einen maximalen Eingriff in die Natur bedeuten und kontraproduktiv zum unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiet beziehungsweise FFH-Gebiet (Fauna, Flora, Habitat) sein. Außerdem erinnere der Waldort Moppers an eine im späten Mittelalter aufgegebenen und verlassene Dorfstelle.

Später einmal errichtete Windenergieanlagen im Suchgebiet 047 Mansbach und Oberbreitzbach würden ausgehend vom Aussichtsturm auf dem Soisberg und auch von der Gemarkung Oberbreitzbach aus direkt in der bedeutsamen Sichtachse zwischen den Erhebungen der Kuppenrhön und des Hessischen Kegelspiels liegen, geben die Gemeindevertreter zu Bedenken. Außerdem bestehe in der Nähe aufgrund eines fehlenden Umspannwerks keine Möglichkeit für die Stromabnahme.

„Nur eine Verkleinerung der beiden Suchfeldflächen würde wohl zu einer Akzeptanz in der Bevölkerung führen“, merkte Hohenrodas Bürgermeister Jörg Schäfer abschließend an.

Von Mario Reymond

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