Im Heringer Stadtparlament sind nur noch 28 der 31 Sitze mit Mandatsträgern besetzt

Und wieder bleibt ein Stuhl frei

Heringen. Das Stadtparlament in Heringen schrumpft munter weiter. Aktuell sind nur noch 28 Stadtverordnete im Parlament vertreten. Timo Jakob (UL) hat am 9. März auf sein Mandat verzichtet.

Jakob war für die WGH ins Parlament gewählt worden, hatte aber im Mai 2013 die Gruppierung mit fünf weiteren Vertretern verlassen und die Unabhängige Liste (UL) ins Leben gerufen. Da der Wahlvorschlag der WGH schon seit geraumer Zeit erschöpft ist, bleibt der Platz im Parlament nun leer. Auch die SPD und die WGH selbst können bereits jeweils einen freigewordenen Platz schon seit längerer Zeit nicht mehr besetzen.

„Nach der Wahl 2011 sind sechs Gewählte in den Magistrat aufgerückt. Die sind auch heute alle noch vertreten. Im Stadtparlament sind die durch den Abgang in den Magistrat entstandenen Freiplätze dann aufgefüllt worden“, erklärt Wahlleiter Kai Adam. Zwischenzeitlich hätten in dieser Legislaturperiode 15 Frauen und Männer aus persönlichen Gründen ihre Mandate niedergelegt.

Von den ursprünglich 31 gewählten Stadtverordneten sind nur noch 22 dabei. Die SPD schafft es, von ihren elf Sitzen noch zehn zu besetzen. Für die WGH sitzen noch acht von ursprünglich 14 Abgeordneten im Parlament. Die UL, die sich im Mai 2013 von der WGH lossagte und mit sechs Vertretern ins Parlament einzog, kann aktuell nur noch vier Stadtverordnete stellen. Einzig die CDU verfügt mit sechs noch über die volle Zahl an eigenen Stadtverordneten.

Allerdings sei nun bei allen drei Listen das Potenzial der Nachrücker erschöpft, stellte Kai Adam fest.

Verkleinerung überdenken

Aufgrund dieser Fluktuation hatte Bürgermeister Hans Ries die Stadtverordneten bereits im September 2014 dazu aufgefordert, über eine Verkleinerung des Parlaments zur Kommunalwahl 2016 nachzudenken. Das müsste noch in diesem Monat geschehen.

Doch auf der Tagesordnung für die kommende Sitzung am 26. März ist diese Thematik nicht aufgeführt. Daher ist es mehr als wahrscheinlich, dass das künftige Stadtparlament nach der Wahl im März 2016 ebenfalls über 31 Plätze verfügen wird, die es von den dann gewählten Parteien und Gruppierungen nach dem erreichten Stimmenverhältnis zu füllen gilt.

Von Mario Reymond

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