Widerspruch und eine fette Rechnung

Heringen. Die Heringer Stadtverordneten haben während ihrer jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche den Verkauf einer mehr als sanierungsbedürftigen städtischen Immobilie an einen Interessenten abgelehnt. Ein Privatmann wollte das Haus an der Liebigstraße in Wölfershausen für 6666 Euro erwerben.

Den Verkauf hatte der Magistrat den Stadtverordneten empfohlen. Doch im Parlament kam es bei der Abstimmung zu einer Patt-Situation. Neun Vertreter stimmten für den Verkauf und neun dagegen. Vier Stadtverordnete hatten sich enthalten. Somit war keine Mehrheit zustandegekommen.

Die Stadt ihrerseits hat keinerlei Interesse mehr an diesem Gebäude und müsste für den Abriss etwa 50 000 Euro aufbringen. Zudem stünde dann noch ein weiterer Konflikt im Raum. Das Gebäude ist derzeit noch von Mietern bewohnt. Auf dem Widerspruchs-Weg möchte Bürgermeister Hans Ries den Stadtverordneten nun noch eine zweite Möglichkeit geben, in der kommenden Sitzung noch einmal über den Verkauf des Gebäudes abzustimmen, um vielleicht zu einem anderen Ergebnis zu kommen

Vorausleistungen

Nachdem der Bürgermeister in der Sitzung wegen zu geringer Vorausleistungforderungen bei Straßenbauprojekte – bisher vier bis fünf Euro – von Peter Stötter (UL) angegangen worden war, hat er nun sein Bauamt dazu aufgefordert, für den Biegenrain in Herfa zehn Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche im Vorfeld der Arbeiten von den Anwohnern zu erheben. Die Bescheide sollen noch vor dem anstehenden Weihnachtsfest verschickt werden. (rey)

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