Kultusministerium soll Leitung neu regeln

Werratalschule wird Politikum

Heringen. Der Druck auf das Kultusministerium wächst, die Entscheidung über die Leitung der Werratalschule zu revidieren. Politiker fordern von der Landesregierung, die stellvertretende Schulleiterin Margret Schulz-Bödicker als Direktorin einzusetzen.

Wie berichtet, soll zum 1. Februar Michael Arendt aus Darmstadt die Schulleitung übernehmen. An der Gesamtschule ist der Widerstand gegen den ortsfremden, über 60 Jahre alten Lehrer groß. Dem Protest schließen sich nun weitere Politiker an.

Der für den Wahlkreis zuständige Landtagsabgeordnete Torsten Warnecke (SPD) hat das CDU-geführte Kultusministerium aufgefordert, dem Wunsch von Schule, Stadt und Landkreis zu entsprechen und die bisherige kommissarische Schulleiterin dauerhaft einzusetzen: „Schließlich ist die Einmütigkeit, mit der sich Schüler, Eltern und das Lehrer-Kollegium hinter Frau Schulz-Bödicker stellen, beispielhaft“, teilt Warnecke mit. Die von der Landesregierung geforderte Selbstständigkeit der Schulen müsse auch praktische Konsequenzen haben.

Zuvor hatte sich bereits Jörg Brand in einem offenen Brief an das Kultusministerium gewandt. Der unabhängige Landratskandidat betonte darin, dass der Schulbetrieb in Heringen reibungslos laufe. Wenn ein „Fremder Schulleiter würde, wäre das ein großer Einschnitt in eine funktionierende Schulgemeinde.“ (mcj)

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