Pegelstände gehen zurück – In Widdershausen sind im Tiefgebiet noch viele Keller vollgelaufen

Werra: Wasser zieht sich langsam zurück

Motor aus: Am Rande des Niederaulaer Ortsteils Solms war eine Frau mit ihrem Auto in den Fluten steckengeblieben. Foto: nh

Heringen. Die Lage an der Werra entspannt sich langsam. Seit gestern Mittag zieht sich das Wasser zurück – die Pegel fallen. Alleine im Bereich Widdershausen ist der Wasserstand der Werra um 15 Zentimeter zurückgegangen. Doch für die Menschen im Tiefgebiet des Ortes ist das nur ein kleiner Trost.

Wie in einer Wanne steht bei ihnen das Wasser und drückt nach wie vor in die Kellerräume. Die Pumpen laufen auf Hochtouren. Auf dem Sportplatz des Ortes könnte derzeit nur Wasserball gespielt werden.

Bürgermeister Hans Ries geht davon aus, dass es noch bis zu 14 Tage dauern wird, ehe an der Werra bei Heringen wieder Normalität eintreten wird – vorausgesetzt es setzt nicht wieder Dauerregen ein.

Nicht sonderlich gut zu sprechen ist der Bürgermeister auf Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Der ist für ihn mitverantwortlich für die Hochwasserlage in Widdershausen. „Wir sind stinksauer, weil die K 4 aktuell um 20 Zentimeter höher ausgebaut worden ist. Jetzt läuft der Ort voll, auf der freien Fläche dagegen ist nichts“, empört sich Ries.

In Lengers sei das seinerzeit richtig gelöst worden. Da stehe jetzt zwar die Kreisstraße nach Wölfershausen komplett unter Wasser, das sei aber weit weniger problematisch, weil ansonsten der gesamte Ort volllaufen würde.

Auch im Stadtteil Kleinensee dürfte vorerst das Schlimmste vorüber sein. Das Wasser tritt – wenn auch nur gemächlich – den Rückzug an.

Wesentlich entspannter als an der Werra stellte sich in den vergangenen Tagen die Situation an der Fulda dar. Keine größeren Probleme gab es übers Wochenende im Bereich Rotenburg. In Solms bei Niederaula war dagegen eine Frau mit ihrem Auto auf einem von der Fulda überspülten Verbindungsweg steckengeblieben. lokalseite 2

Von Mario Reymond

Hochwasserlage an Werra und Haune

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