Staatsminister Roth als Gastredner beim Fastnachtskehraus der AfA in Heringen

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Themenabgleich: Noch vor Beginn der Veranstaltung im Heringer Bürgerhaus führten AfA-Unterbezirksvorsitzender Bernd Stahl (rechts) und Gastredner Michael Roth (links) ein kurzes Informationsgespräch. Foto: roda

Heringen. Die dramatische Entwicklung im Krisengebiet auf der Krim war ein Thema, über das der Staatsminister für Europaangelegenheiten, Michael Roth, als Gastredner beim traditionellen Heringsessen der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des SPD-Unterbezirks Hersfeld-Rotenburg am Dienstagabend im Heringer Bürgerhaus sprach.

Roth warnte dabei vor allzu harten Tönen gegenüber Russland. Dies sei die Stunde der Diplomatie und nicht der heftigen Drohgebärden. Allerdings müsse Europa als politische Organisation mit einer Stimme sprechen und eine aktive Vermittlerrolle übernehmen. Ein gespaltenes Europa hingegen werde nicht ernst genommen und spiele den russischen Großmachtinteressen in die Hände. Aber es sei auch Geduld nötig. Deshalb sollten sich Politiker ein Bild von der Situation vor Ort machen und nicht nur aufgrund von Pressemeldungen ihre Entscheidungen treffen, riet der Staatsminister.

Für bedenklich hält er zudem die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, auch Kleinstparteien zur Europawahl zuzulassen. Denn diese forderten oftmals die Auflösung der EU. Aber mit dem Rückzug ins eigene Land sei nichts zu gewinnen. Weder Deutschland noch ein anderer Staat des Bündnisses könne seine Probleme heute noch alleine lösen. Deshalb auch schloss Michael Roth seine Rede mit der eindringlichen Bitte an die Gäste des Heringsessens, zur Europawahl am 25. Mai mit ihrer Stimme ein deutliches Bekenntnis zur Funktionsfähigkeit der EU abzugeben.

Doch mehr um nationale Interessen ging es zuvor Bernd Stahl, der als AfA-Unterbezirksvorsitzender die Entscheidungen für den Mindestlohn sowie die Rente ab 63 als überfällig zur Wahrung des sozialen Gleichgewichts in Deutschland bezeichnete.

Die Veranstaltung im Heringer Bürgerhaus war vom Heringer Stadtparlamentsvorsitzenden Detlef Scheidt eröffnet worden. Das Eisenbahnblasorchester aus Bebra umrahmte den Fastnachtskehraus musikalisch. (ha)

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