Tausende große und kleine ,,Bergsteiger“ beim K+S-Haldenfest in Widdershausen

Weite Sicht vom Monte Kali

Schauinsland vom Monte Kali: Beim Haldenfest in Widdershausen boten sich grandiose Ausblicke. Fotos: Konopka

WIDDERSHAUSEN. Der Berg rief – und alle kamen. Bei Kaiserwetter zum Haldenfest strahlte der Monte Kali am Pfingstsonntag ganz in Weiß. Im Original und als Torte. Die hatte allerdings keine lange Überlebenschance. Nachdem Werksleiter Christoph Wehner die Besucher mit einer kurzen Ansprache begrüßte, schnitten er und sein Kollege Roland Keidel die Torte an. Rasch waren die besten Stücke vergriffen.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir gerne verdeutlichen, dass wir trotz der Konsequenzen, die eine Haldenerweiterung mit sich bringt, verantwortungsvoll agieren“, erklärte Wehner. Nach dem letztjährigen Erfolg am Standort Hattorf gab es nun eine Neuauflage.

Per Bus oder per pedes

Einige Tausend Besucher, darunter auch frühmorgendliche Wanderer, fanden den Weg zum Haldenfuß des Monte Kali trotz 34 Grad Hitze. Wer nicht laufen wollte, wurde von Omnibussen aus Widdershausen zum Festplatz gefahren. Insgesamt elf Shuttles brachten die ,,Bergsteiger“ auch zum Haldenaufstieg, wo sie ein Basislager vom Bergmannsverein Glückauf Wintershall empfing. Dort gab es Erfrischungsgetränke.

Oben auf dem Berg erzählten dann Haldenführer Peter Bosse und Horst Budesheim den Besuchern alles Wissenswerte über den Monte Kali. Bei wunderbarem Wetter konnte man einen tollen Weitblick ins Werratal genießen.

Im ,,Tal“, auf dem Festplatz, konnten sich die Festgäste auch über die Halden und den Haldenbetrieb informieren. In Info-Pavillons standen Experten wie Christina Mildner und Fabian Hubberten Rede und Antwort. Sie erklärten, warum die Haldenerweiterung für den Fortbestand des Werkes unabdingbar ist und woraus die Halde besteht. Sie stellten auch die Ausgleichs- und Ersatzprojekte vor. Thomas Albrecht und Andreas Fischer von der Markscheiderei erklärten die Funktionsweise eines Laserscanners mit 100 000 Messpunkten pro Sekunde, der beim Haldenmonitoring eingesetzt wird.

So erhielten die Besucher Kenntnis darüber, wie die Fläche für die Beschüttung vorbereitet wird, und wie auf dem sogenannten Lysimeterfeld mittels Begrünung Regenwasser, das sonst als Haldenwasser anfallen würde, minimiert werden soll. Daneben informierten das Erlebnis Bergwerk Merkers und die Werratal-Touristik, der Förderkreis des Werra-Kalibergbau-Museums, der Bergmannsverein Wintershall und die DLRG-Ortsgruppe Heringen über ihre Aktivitäten. Wie es sich für ein Fest gehört, gab’s auch Verpflegung für die Gäste: Würstchen vom Grill. Die Landfrauen Werratal brachten selbstgebackenen Kuchen mit, die DLRG Heringen mixte Cocktails.

Für die ganze Familie

Das Haldenfest richtete sich an die ganze Familie. So gab es ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm: Kinderschminken, von der Werratalschule Heringen spielte unter anderem der Saxophonist Nikola Bursac, Luftballon-Fun und eine Hüpfburg sorgten für Kurzweil bei den Kleinen. Auf der Bühne spielte die Bergmannskapelle Wintershall, und die Folkloregruppe Friedewald brachte „Just Dance“. Bei einer großen Tombola gab es zu jeder vollen Stunde attraktive Preise zu gewinnen: eine Paddeltour auf der Werra, einen Segelflug über die Wasserkuppe, jeweils zwei Gutscheine für das Erlebnis Bergwerk Merkers, das Kali-Bergbaumuseum und für das Fritz-Kunze-Bad in Heringen.

Werksleiter Christoph Wehner: „Wir möchten hier im Kalirevier noch lange produzieren – auch um weiterhin mit unseren Düngemitteln einen wertvollen Beitrag zur Ernährung der Menschen zu leisten.“ Die Menschen hörten genau hin.

Von Ludger Konopka

Haldenfest in Heringen

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