Werratalschüler verabschieden sich mit Liedern und Gedichten in die Ferien – Feier im Bürgerhaus

Der Weihnachtsmann im Knast

Besinnliches zum Fest: Mit Liedern und Vorträgen stimmten mehrere Klassen die Schüler der Werratalschule auf Weihnachten ein. Foto: Finke

Heringen. Seit mehr als zwanzig Jahren versammelt sich am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien die gesamte Schulgemeinde der Werratalschule Heringen zu einer gemeinsamen morgendlichen Feier. Verschiedene Klassen oder musikalische Gruppen setzen sich mit ihren Gedichten, Liedern oder Sketchen mal locker-heiter, mal ernsthaft-kritisch mit dem eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes oder unserem heutigen Umgang damit auseinander.

Im musischen Bereich erstreckte sich in diesem Jahr die Palette von feierlich vorgetragenen, meist weihnachtlichen Instrumentalstücken des Schulorchesters und der Bläserklasse bis hin zum rhythmischen Sprechgesang auf die „Zumba“-Melodie der sechsten Förderstufenklassen. Zwei verschiedene Musik-AGs überzeugten mal mit rockigen, mal mit poppigen Stimmungen. „Oh Tannenbaum“ wurde von Nikola Busac aus der 8G1 auf dem Saxophon dargeboten und verschiedene Formationen aus der Oberstufe präsentierten vorwiegend schwungvolle englische Weihnachtsklassiker. Schließlich sorgte der Lehrerchor mit zwei flotten Liedbeiträgen wie üblich für Begeisterung beim Publikum. Die Wortbeiträge reichten von diversen Gedichten, wie den selbst verfassten Weihnachtselfchen der jüngsten Schüler (Klasse 5F2), über den kritischen Sketch „Engelsversammlung“ der Klasse 8R/H bis hin zu dem Gedicht „Weihnachtszeit“ von Robert Sontheimer.

Damit boten die Oberstufenschülerinnen Bianca Lauer und Sarah Bursac einen chronologischen Abriss der Kulturgeschichte des Weihnachtsfestes in 50er-Jahresschritten. Das von einer sechsten Förderstufenklasse präsentierte Gedicht „Der Weihnachtsmann kommt in den Knast“ sorgte für allgemeine Erheiterung. Hier wurde nämlich den Fragen nachgegangen, ob denn der Weihnachtsmann für sein Fahrzeug eine gültige Zulassung sowie einen Pilotenschein besitze, ob die gelegentliche Drohung mit der Rute nicht den Tatbestand der Nötigung erfülle und ob man beim Eindringen in Häuser durch den Schornstein nicht von Hausfriedensbruch sprechen könne.

Da die Feier dieses Jahr ausnahmsweise nicht wie sonst üblich in der evangelischen Kirche von Heringen stattfand, sondern im Bürgerhaus, wurde sie mit Worten des Bürgermeisters Hans Ries wie auch des Pfarrers Dr. Torsten Waap beendet, bevor sie – wieder ganz entsprechend einer alten Tradition – mit dem gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“ ausklang. (fin)

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