Dirk Noll und Alexander Wirth: Von Wildeck nach Friedewald und umgekehrt

Wechselspiel im Rathaus

Zwei Wildecker: Dirk Noll (rechts) ist Bürgermeister von Friedewald. Alexander Wirth (links) leitet das Haupt- und Personalamt der Dreienberggemeinde. Spätestens zum 1. Oktober übernimmt er aber den Chefsessel im Wildecker Rathaus. Dann sind er und Noll Bürgermeisterkollegen. Foto: Reymond

Friedewald/Wildeck. Parallelen gibt es viele zwischen Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll und dem künftigen Bürgermeister der Gemeinde Wildeck, Alexander Wirth. Beide sind 44 Jahre alt, beide begeistern sich für den Fußballsport. Noll spielt für die Alten Herren in Hönebach und Wirth kickt für die der SG Richelsdorf/Süß. Zurzeit arbeiten beide auch noch für die Dreienberggemeinde Friedewald. Noll als Rathauschef und Wirth als Leiter des Haupt- und Personalamts.

Doch spätestens zum 1. Oktober – vielleicht schon zum 1. September – werden sich die beruflichen Wege der beiden trennen. Dann übernimmt Alexander Wirth den seit September 2012 vakanten Posten des Bürgermeisters von Wildeck. Bei der Direktwahl am vergangenen Sonntag setzte er sich mit 67,8 Prozent durch. Fast das identische Ergebnis hatte Dirk Noll bei seiner Wahl im September 2012 mit 67,2 Prozent in Friedewald erreicht – wieder eine Gemeinsamkeit.

Mit Wirth bekommt Wildeck erstmals einen Bürgermeister, der auch in der Gemeinde aufgewachsen ist. Schon im Jahre 2003 hätte dies so sein können, denn damals wollte sich Dirk Noll, als Hauptamtsleiter der Gemeinde Wildeck, um dieses Amt bewerben, war aber bei der Abstimmung in den Reihen der Wildecker SPD durchgefallen. „Das ist Vergangenheit. Ich hoffe, dass sich in Wildeck jetzt etwas ändern wird. Da ist in den vergangenen Monaten viel liegengeblieben“, sagt Noll über seine Heimatgemeinde.

Mit Blick auf seine Verwaltung merkt Noll an, dass er mit Wirth einen guten Mann verliere. Personell habe er bereits einen Plan B in der Tasche. „Wir wollen uns intern umstrukturieren. Mario Huff wird das Haupt- und Personalamt übernehmen und Felix Schmidt die bisherigen Aufgaben Huffs als Leiter der Finanzen. Für die aktuell von Schmidt verwaltete Kasse müssen wir uns eine neue Person suchen“, erklärt Noll. Da der Kassenverwalter dann auch Aufgaben für die Gemeinde Hohenroda in Form von interkommunaler Zusammenarbeit erledigen müsse, werde sich Noll natürlich auch mit seinem Hohenrodaer Amtskollegen André Stenda in dieser Personalangelegenheit absprechen.

Auch Alexander Wirth hat seinen Sprung von Friedewald zurück in seine Heimatgemeinde genau geplant: „Ich möchte mich weiterentwickeln. Da hat sich die Bewerbung um den Bürgermeisterposten in Wildeck angeboten.“ Auch wenn er bisher politisch in Wildeck nicht aktiv gewesen sei, liege ihm seine Gemeinde doch sehr am Herzen.

Lobende Worte

„Ich wünsche ihm viel Erfolg und immer ein glückliches Händchen für die Wildecker“, sagt Noll. Und der scheidende Amtsleiter hofft, dass Noll seine erfolgreiche Linie in Friedewald fortführen werde. „Bisher hat er der Dreienberggemeinde sehr gut getan. Er ist fachlich auf jeden Fall kompletter aufgestellt als ich es bin“, erklärt Wirth. Dieses Lob spielt Noll sofort zurück: „Alexanders Erfolge in der Fußball-Jugendarbeit der SG Wildeck imponieren mir sehr. Und das schon seit Jahren.“ In Sachen Anerkennung für den anderen liegen die beiden auch nicht sehr weit auseinander.

Von Mario Reymond

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