Festhalle und Kläranlage in Friedewald sind mehr als sanierungsbedürftig

Warten auf dicke Brocken

Motzfeld. Den Haushaltsentwurf für das Jahr 2014 stellte Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll den Gemeindevertretern am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus in Motzfeld vor. Das Zahlenwerk weist im Ergebnishaushalt einen Fehlbetrag von 279 250 Euro aus. „Ungeachtet dessen sind wir auf einem guten Weg“, merkte Dirk Noll an. Denn viel wichtiger als der Haushalt 2014 sei die mittelfristige Entwicklung. So will Friedewald bereits im Jahre 2015 wieder auf den sogenannten Konsolidierungspfad zurückkehren. „Wir können gemäß den bestehenden Vorgaben der Kommunalaufsicht im Jahre 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen“, führte der Bürgermeister weiter aus.

Die Entwicklung hin zu einer besseren Finanzlage in Friedewald hatten die Gemeindevertreter jüngst bereits selbst beschlossen, als sie die Gebühren für Wasser und Abwasser leicht anhoben.

Steuernachzahlungen

Dennoch habe es Probleme gegeben, einen akzeptablen Haushaltsentwurf hinzubekommen. „Aufgrund einmaliger Gewerbesteuernachzahlungen in 2012 werden aufgrund der perfiden Systematik des kommunalen Finanzausgleichs die Schlüsselzuweisungen im kommenden Jahr um rund 280 000 Euro geringer ausfallen, bei gleichzeitigem Mehraufwand an Kreis- und Schulumlage in Höhe von etwa 150 000 Euro. Diese Verschlechterungen mussten wir im Plan natürlich abfangen“, erklärte der Bürgermeister.

In Sachen Investitionen werde die Kommune im kommenden Jahr ruhigere Töne anschlagen, wie es Noll formulierte. Die Devise laute, „tief Luft holen für die großen Dinge, die in der Zukunft noch vor uns liegen“. Und diese dicken Brocken sind die sogenannten Mammutprojekte Festhalle und Kläranlage. In Sachen Festhalle hat der Bürgermeister nun ein Planungsbüro beauftragt, für vier Varianten die Kosten zu ermitteln. Geprüft werden derzeit eine minimale Instandsetzung des bestehenden Komplexes, eine komplette Grundsanierung, ein Abriss mit kleinerem Neubau für 300 statt bisher 600 Besucher sowie ein Neubau für 300 Gäste mit direkt angeschlossenem neuen Rathaus. Bei einer Diskussionsveranstaltung am 18. Februar sollen dann auch die Bürger zu Wort kommen. Treffpunkt: 19 Uhr, Festhalle. Und auch in Sachen Kläranlage muss in Friedewald Geld in die Hand genommen werden. Die alte Anlage ist in die Jahre gekommen und nur noch bedingt einsatztauglich. Daher werde auch über eine Kooperation mit der Gemeinde Schenklengsfeld nachgedacht, die ebenfalls Geld in die Erweiterung ihrer Kläranlage bei Malkomes stecken muss. Eine Diskussionsrunde mit den Bürgern richtet die Dreienberggemeinde am 21. Januar ab 19 Uhr in der Festhalle aus.

Von Mario Reymond

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