Enercon hat Genehmigung für zehn Anlagen beim Regierungspräsidium beantragt

Waltersberg wird wohl Windpark

Herfa. Auf dem Waltersberg zwischen Herfagrund und Unterneurode könnten schon im Jahre 2014 zehn Windräder wachsen. Die Firma Enercon GmbH aus Burgwedel plant dort den Bau von Windkraftanlagen. 50 Millionen Euro sollen auf dem Waltersberg investiert werden.

Die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsanträge liegen seit Mitte Oktober beim Regierungspräsidium in Kassel. „Wir gehen davon aus, dass wir Mitte kommenden Jahres eine positive Entscheidung auf dem Tisch haben werden“, erklärt Projektleiter Hans-Heinrich Behrens von der Enercon GmbH.

Die Flächen auf dem Waltersberg waren durch einen Beschluss des Stadtparlaments vom 5. März 2009 als Vorrangflächen ausgewiesen und für die Aufnahme in den Regionalplan Nordhessen vorgeschlagen worden.

Weil es um den Standort immer wieder politisches Gerangel gegeben hatte, waren die Herfaer im Februar sogar um ein Bürgervotum gebeten worden. An der Abstimmung beteiligte sich die Hälfte der Wahlberechtigten. 166 Herfaer stimmten für einen Windpark und 127 dagegen. Sieben enthielten sich.

Nachdem nun Enercon auf Wunsch der Stadt Heringen den Waltersberg auf die Eignung zur Windenergienutzung untersucht hatte und zu einem positiven Resultat gekommen war, will das Unternehmen nun auch selbst die Anlagen errichten.

Wunschtermin: Sommer 2014

Wenn es nach Projektleiter Behrens geht, könnte bereits im Sommer 2014 mit dem Bau begonnen werden. Für jede der zehn Anlagen müsste eine freie Fläche von 3000 Quadratmetern zu Verfügung stehen. Dies sei laut Behrens bereits mit Hessen Forst abgestimmt, um höherwertigen Waldbestand zu schonen.

Die Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-101 haben jeweils eine Nennleistung von drei Megawatt. Eine Anlage liefert einen Jahresertrag von 6,5 Millionen Kilowattstunden an Strom. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 1500 Haushalten. Die Windräder haben eine Nabenhöhe von 149 Metern. Der Durchmesser des Rotors beträgt 101 Meter.

Aktuell plant Enercon den auf dem Waltersberg produzierten Strom in das Netz der E.on Netz GmbH einzuspeisen. „Über alternative Vermarktungsformen kann aufgrund der aktuellen Diskussion zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch keine Aussage getroffen werden“, merkt Behrens an.

Von Mario Reymond

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