DRK-Seniorenzentrum in Friedewald ist nach Wasserschaden wieder hergerichtet

Mit viel Spaß alt werden

Hausmann: Helmut Springer freut sich auf die Backgruppe. Der gelernte Metzger hilft schon heute gerne in der Küche.

Friedewald. Die Arbeiten nach einem größeren Wasserschaden im DRK-Seniorenzentrum am Schloss in Friedewald sind abgeschlossen (wir berichteten). Sämtliche Einzelzimmer sind wieder hergerichtet. Während der Sanierungsphase waren nämlich zwölf Einzelzimmer unbewohnbar, sodass in anderen Bereichen des Hauses die Zimmer für mehrere Wochen doppelt belegt werden mussten. Durch diese sogenannte Betriebsunterbrechung war ein Gesamtschaden in Höhe von 150 000 Euro entstanden.

„Wir haben diese schwierige Phase aber gut überstanden. Alle sind enger zusammengerückt. Bei uns läuft es ohnehin recht familiär ab“, erklärt Heimleiterin Cornelia Grimm.

Größere Schwierigkeiten hätte es ohnehin keine gegeben, da sowohl das Pflegepersonal als auch die 60 Bewohner allesamt gut miteinander auskämen, führt Grimm weiter aus.

Der Zusammenhalt zwischen den Bewohnern wird in Friedewald auch durch viele Aktionen, Fahrten und Festivitäten unterstützt. Erst kürzlich fand im DRK-Seniorenzentrum ein Oktoberfest statt. Zu den Klängen der Kirchheimer Blasmusikanten ließen sich die Damen und Herren des Hauses Weißwurst, Brezel und Radi schmecken. Natürlich besuchten interessierte Heimbewohner mit ihren Betreuern das Lullusfest in Bad Hersfeld. Doch es gab in der jüngeren Vergangenheit ein noch größeres Highlight für einige der Senioren. Ende September waren sie zum Auftritt der Kastelruther Spatzen nach Bebra-Solz eingeladen. „Das war ein ganz toller Abend. Selbst Bewohner, die sonst nur im Rollstuhl sitzen, sind aufgestanden und versuchten mitzutanzen. Das war Freude pur“, berichtet Michaela Haupt, die Leiterin der sozialen Betreuung.

Bingo und Kino

Damit die Bewohner auch künftig bei Laune gehalten werden, wird im DRK-Seniorenzentrum die soziale Betreuung besonders großgeschrieben. Täglich von 10 bis 11 und von 16 bis 17 Uhr gibt es die unterschiedlichsten Angebote. Die reichen von Spaß mit Bewegung bis hin zu Bräuchen und Geschichten. Und alle 14 Tage kommt ein Hundeführer mit einem Therapiehund ins Haus. Bei diesen Angeboten wird das rund 40 Personen umfassende Pflegepersonal auch von sieben Ehrenamtlichen aus der Dreienberggemeinde unterstützt. Großes Interesse zeigen die Bewohner auch am regelmäßig stattfindenden Bingo-Nachmittag sowie am Kino-Samstag, an dem immer ein Film per Beamer auf die Leinwand gebracht wird, und an den übrigen Spielenachmittagen.

Dass es im DRK-Seniorenzentrum am Schloss tatsächlich nie langweilig zu werden scheint, beweist die Gründung einer eigenen Backgruppe. „Damit soll es Mitte November losgehen. Fünf Bewohner haben sich bereits angemeldet“, freut sich Michaela Haupt.

Von Mario Reymond

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