Hoher Haushalt in Philippsthal verabschiedet

Verhaltene Freude bei den Fraktionen

Philippsthal. Einstimmig hat das Philippsthaler Gemeindeparlament in seiner Sitzung am Montagabend den Haushalt des laufenden Jahres beschlossen.

Dabei betonten die Sprecher aller drei Fraktionen die gegenwärtig besonders günstige finanzielle Situation, die so vermutlich nicht wieder eintreten werde. In Philippsthal sinkt der Schuldenstand zum Jahresende von 2,25 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro. Auf der anderen Seite hat die Marktgemeinde noch 16,3 Millionen Euro auf der hohen Kante.

Deshalb auch bezog Ralf Merkel von der FWG alle Gewerbesteuer zahlenden Betriebe der Gemeinde in seine positive Bewertung ein. Es sei unter anderem richtig, jetzt mit gezielten Investitionen die Jugend für die Vereine zu interessieren, bevor sich die jungen Menschen anderen Betätigungsfeldern widmeten, sagte Merkel weiter. Er riet aber, die bisher maßvolle Ausgabenpolitik beizubehalten.

Auch CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrike Wenig war sich des wertvollen Beitrags aller Philippsthaler Steuerzahler zum Haushalt bewusst und bezeichnete die vom Parlament aufgestellte Prioritätenliste als ein vortreffliches Instrument zur zukünftigen Investitionssteuerung. Allerdings forderte Wenig in ihrer Erklärung auch, bei Projekten die Folgekosten nicht außer Acht zu lassen und die Bürger in die Entscheidungen mit einzubeziehen.

SPD-Frontmann Günther Greifzu indes unterstützte zwar ausdrücklich die Vereinsförderung, warnte aber vor all zuviel Übermut hinsichtlich der freiwilligen Zuwendungen. Dies könnte Überlegungen bei Entscheidungsgremien auf höherer Ebene wecken, die Nutzung finanzieller Spielräume nicht im Sinne Philippsthals vorzuschreiben. (ha)

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