Andre Stenda (27) – wirft seine fachliche und soziale Kompetenz in die Waagschale

Die Vereine sind das Herz

Klinkenputzen: Bürgermeisterkandidat Andre Stenda (links) sucht den persönlichen Kontakt. Hier stellt er sich bei Karl-Heinz Rudolph vor, dem Vorsitzenden des Wandervereins Hohenroda. Foto: Reymond

Hohenroda. Andre Stenda ist erst 27 Jahre alt, doch Kommunalpolitik ist schon seit geraumer Zeit sein Ding. 2011 zog er für die Freie Wahlgemeinschaft Trendelburg ins Stadtparlament ein und übernahm sofort den Parlamentsvorsitz. Zudem ist er Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel.

Am 12. Mai möchte der Leiter der Kreditorenabteilung bei der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH den nächsten Schritt machen und Bürgermeister von Hohenroda werden.

Den Weg in die kleine Gemeinde in Osthessen fand Stenda über persönliche Kontakte. Zwar tritt der 27-Jährige als unabhängiger Kandidat an, doch alleine ist er nicht. Er wird tatkräftig von FWH, CDU und FDP unterstützt.

Spürbarer Rückhalt

Nach seinen ersten Gesprächen in Hohenroda war es für Stenda recht schnell klar, dass er sich um das Amt des Bürgermeisters bewerben wird. „Ich habe sofort gemerkt, dass der Rückhalt für mich riesengroß ist“, sagt Stenda.

Als Mann der Zahlen will er Hohenroda finanziell wieder in ruhigeres Fahrwasser geleiten. Dabei müsse man alles im Blick haben. Beim Sparen dürfe es keine Tabus geben. Dennoch soll in Hohenroda weiter mit Augenmerk investiert werden, um die Gemeinde attraktiv zu erhalten. „Es gilt, mit wenig Geld viel zu erreichen. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Friedewald ist da ein erster richtiger Schritt“, merkt Stenda an.

Doch auch in Sachen Gewerbeansiedlung möchte er tätig werden. Um Firmen nach Hohenroda zu locken, soll ein Netzwerk aufgebaut werden, damit die Flächen und die Vorzüge Hohenrodas besser dargestellt werden können.

Bei seinen ersten Kontakten zu den Bürgern will Stenda eine hohe Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung ausgemacht haben. „Diese Skepsis und die Furcht vor der Zukunft muss raus aus den Köpfen. Hohenroda ist eine durchweg vorzeigenswerte Gemeinde“, spricht Stenda den Bürgerinnen und Bürgern Mut zu. Schließlich sollen die ihm auch dabei helfen, die Kommune weiter nach vorne zu bringen. „Ich setze da auf die Kompetenz aller Bürgerinnen und Bürger, denen ich Mut machen möchte, sich mit ihren Ideen einzubringen“. Angestrebt sei dabei auch eine Harmonisierung zwischen den einzelnen Orten. Ich habe gemerkt, dass es da doch einige Spannungen zwischen den einzelnen Ortsteilen gibt“.

Ruhig und besonnen

Bei der Annäherung will er sich auf seine ruhige und besonnene Art verlassen. Bezeichnet er doch neben seiner fachlichen – zwei abgeschlossene Studiengänge – auch die soziale Kompetenz als einen großen Trumpf: „Ich bin zwar jung, habe aber auf der menschlichen Ebene schon viel gelernt. Meine Eltern und meine sechs Geschwistern haben dazu sicherlich viel beigetragen“, merkt der 27-Jährige an.

Als Bürgermeister von Hohenroda will Stenda, der selbst aktiver Fußballer ist, die 63 Vereine tatkräftig unterstützen. „Ohne Vereine hätten Gemeinden keinerlei Struktur. Ich kann zwar nicht überall Mitglied sein, jedoch durch Präsenz indirekt meine Unterstützung ausdrücken“.

Von Mario Reymond

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