Unterweisenborn feiert 700. Geburtstag – Der Ort ist aber wohl viel, viel älter

Die Urnen der Germanen

Der Festausschuss um, von links, August Hohmann, Jochen Schwarz, Willi Göbel, Jürgen Ehlert, Axel Rosenthal, René Rudolph, Manuela Aumman und Cornelia Ehlert freut sich auf viele Gäste zum Jubiläums-Wochenende. Foto: Reymond

Unterweisenborn. In der Großgemeinde Schenklengsfeld jagt ein Ortsjubiläum das nächste. Nachdem am vergangenen Wochenende die Schenklengsfelder den 1250. Geburtstag ihres Ortes feierten, geht es am kommenden Wochenende, 21. und 22. Juni, im Ortsteil Unterweisenborn weiter. Das Dorf am Fuße des Ringbergs wurde am 15. September 1314 erstmals urkundlich erwähnt.

Danach hatte Simon von Buchenau, Abt von Bad Hersfeld, Einkünfte von drei Hufen in inferior Wizzenborn an Hermann von Borsch und dessen Ehefrau Elisabeth übertragen. Doch für Willi Göbel, den Mit-Verfasser der 208 Seiten starken Ortschronik, ist Unterweisenborn ein wesentlich älterer Siedlungsplatz. So wurde im Jahre 1920 am Osthang des Ringbergs ein Urnengräberfeld mit Resten einer germanischen Siedlung aus dem 2. und 3. Jahrhundert entdeckt. Der Ortsname selbst dürfte mit der südlich von Oberweisenborn liegenden Solz-Quelle „Weiße Born“ zu erklären sein.

Die historischen Urnengefäße werden am Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus zu sehen sein. Auch eine Ausstellung mit historischen Fotos versprechen die Unterweisenbörner. Das Jubiläumsfest beginnt am Samstagabend um 19 Uhr mit einem Festkommers im Zelt. Gezeigt wird dabei auch ein aktueller Film über Unterweisenborn.

Deutschland-Spiel im Zelt

Rechtzeitig zum Anpfiff des WM-Spiels der deutschen Fußballer gegen Ghana um 21 Uhr soll der offizielle Teil abgeschlossen sein. Das Spiel wird im Zelt übertragen. Im Anschluss spielt das Ringberg Echo zur Unterhaltung der Gäste auf.

Der Festsonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Zelt. Der Posaunenchor Schenklengsfeld wird den Gottesdienst musikalisch begleiten. Im Anschluss daran findet ein buntes Treiben im gesamten Ort statt. 50 verschiedene Stände versprechen beste Unterhaltung. So werden unter anderem die Oldtimerfreunde aus Ufhausen alte Traktoren präsentieren. Die Feuerwehr des Ortes stellt ihre Handdruckspritze aus dem Jahre 1879 vor. Eine historische Schmiede, eine botanische Ausstellung und eine offene Eier-Sortieranlage werden zu sehen sein. „In jedem Hof ist etwas los“, verspricht Ortsvorsteherin Cornelia Ehlert.

Eiswagen und Gegrilltes

Ab 12 Uhr gibt es Spezialitäten vom Grill und zudem auch Grillhähnchen. Ein Eiswagen kommt ebenfalls vorbei und am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen im Zelt. Für 13.30 Uhr sind eine Marschparade und ein Konzert des Musikcorps Ufhausen vorgesehen. Gegen 15.30 Uhr tritt der Schulchor der Grundschule Landeck auf.

Für die jüngeren Gäste werden Kinderschminken, Kamelreiten und Planwagenfahrten angeboten.

Von Mario Reymond

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