Kaliwerk Werra investiert am Standort Philippsthal viel Geld in Logistik-Center

Umbau sorgt für Effizienz

Moderne Scan-Technik: Das Auffinden und Kommissionieren von Artikeln im neuen K+S-Logistik-Center in Philippsthal ist kinderleicht. Foto: Balduf

Philippsthal. Logistik-Center am Zollhaus – so heißt das ehemalige K+S-Zentralmagazin am Zollhaus, seit es kürzlich umfangreich umgebaut und erweitert wurde. Insgesamt 3,5 Millionen Euro hat das Kaliwerk Werra in den vergangenen Jahren in die Lagerwirtschaft investiert, um die Lagerlogistik auf den vier Standorten des Verbundwerkes Werra zu verbessern.

„Das hochmoderne Logistik-Center bildet das Herzstück der internen Materialverteilung des Werkes Werra“, sagt Werksleiter Christoph Wehner. „Wie bei einem Spinnennetz wird von hier der Warenfluss auf die einzelnen Standorte des Werkes Werra und mittlerweile zum Teil sogar zum Schwesterwerk Neuhof-Ellers ausgerollt“, ergänzt Guido Kamm, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft. Beim Umbau des Logistik-Centers wurde neben der Schaffung von zusätzlichem Lagerplatz und Infrastruktur auch in innovative Technik und Informationstechnologie investiert.

60 000 Sendungen im Jahr

Auf dem 2600 Quadratmeter großen Areal kommen jährlich mehr als 60 000 Warensendungen an und tausende verschiedene Ersatzteile für die Kaliproduktion – vom O-Ring bis zum Motor – werden hier gelagert. Alle Artikel beziehungsweise ihr Lagerplatz sind mit Barcodes versehen. Moderne Scan-Technik macht das Auffinden und Kommissionieren der Artikel in kurzer Zeit möglich. Automatisierte Wareneingangstechnik und Wlan erlauben es, die Verfügbarkeit der Bestände online abzubilden.

Im Neubau trägt ein Schmalgang-Lager zur optimalen Raumausnutzung bei; hier kommt ein moderner Kommissionierstapler zum Einsatz. Bei diesem Stapler fährt der Fahrer zum Kommissionieren mit nach oben und kann so die Artikel bestens ein- beziehungsweise auslagern. „Wir halten im Logistik-Center einen 24-Stunden-Service ein“, sagt Kamm, nicht ohne Stolz.

Neben der Effizienzsteigerung wurden bei den Umbauarbeiten aber auch ergonomische Aspekte stark berücksichtigt. „Wir wollten den Mitarbeitern die Arbeit ein Stück weit leichter machen“, so Kamm.

Kein Bücken und Heben mehr

Tätigkeiten, die mit Bücken und Heben verbunden sind, gehören nun weitestgehend der Vergangenheit an. Sachbearbeiter Tilo Hercher-Poppe: „Die neuen Arbeitsbedingungen sind äußerst angenehm und man beugt gerade in diesem Bereich, in dem ich arbeite, präventiv Rückenschmerzen vor.“ (ib/rey)

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