Friedewalder Wehren proben gemeinsamen Einsatz beim Brand nach Verpuffung

Übung für den Ernstfall

Gemeinsam stark: Geehrte der Friedewalder Wehren mit dem Feuerwehr-Nachwuchs. Fotos:  Milbrandt

Friedewald. Samstag, 15.50 Uhr, die Sirene heult in Friedewald. Die Feuerwehr rückt aus zur Hauptstraße 35. Nach einer Verpuffung stehen Werkstatt und Scheune in Brand. Verletzte sind zu bergen, so die Annahme.

Die Friedewälder sind zuerst am Ort, legen eine erste Wasserversorgung für den Angriffstrupp. Dieser dringt unter Atemschutz in die dicht verqualmte Scheune vor. Zwei Verletzte werden geborgen.

Mittlerweile sind auch die Ortsteilwehren eingetroffen und beginnen den Brandort von allen Seiten einzugrenzen. Weitere Angriffstrupps unter Atemschutz halten sich bereit, um im Wechsel nach weiteren Verletzten zu suchen. Letztlich werden sieben Personen geborgen. Eine gelungene Übung ist nach 38 Minuten unter den Augen von zahlreichen Schaulustigen beendet.

Die Übung wurde von Wehrführer Sven Buchenau geplant und geleitet, die Verletzten wurden von der Jugendfeuerwehr gemimt.

Danach konnten sich alle auf dem Dorfplatz mit Speis und Trank stärken. Dort hatten die Feuerwehrkameraden eigens Grill und Zelt aufgebaut. Gemeindebrandinspektor Günter Scheer hob in seiner Ansprache hervor, dass man mit der Ortswahl für diese Übung im Zentrum von Friedewald die Feuerwehr wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung heben wolle.

Immer komplexer

Bürgermeister Dirk Noll sowie Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar zeigten sich erfreut über den Verlauf der Übung sowie die derzeitige Stärke der Jugendabteilung. Diese lasse für die Zukunft hoffen. Jedoch seien immer komplexere Aufgaben zu bewältigen und Günter Scheer wünschte sich eine stärkere Beteiligung am Ehrenamt durch Quereinsteiger, damit die Belastungen auf mehr Schultern verteilt werden können. Derzeit rekrutiere sich der Nachwuchs fast nur noch aus den eigenen Reihen. Die Gelegenheit wurde genutzt, um Ehrungen vorzunehmen.

Zahlreiche Ehrungen

Geehrt wurden: Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Martin Heger, Ute Weinert, Hans-U. Deist, Reiner Branz. Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Josef Hutter, Konrad Mück, Bernd Iffland. Für 50 Jahre Mitgliedschaft: Ludwig Heinemann, Anton Ringler. Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Hans Zaba, Bernhard Zilch. Für 70 Jahre Mitgliedschaft: Josef Kosch. Die Anerkennungsprämie für 20 Jahre aktiven Dienst erhielt: Steffen Heger. Die Anerkennungsprämie für 30 Jahre aktiven Dienst erhielt: Alexander Hille.

Die St. Florians Medaille in Silber am Bande erhielten Günther Scheer, Wolfgang Weinert und Heiko Bierschenk für ihre zehnjährige Gemeindebrandinspektionstätigkeiten.

Von Jörg Milbrandt

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