K+S-Ausgleichsmaßnahme abgeschlossen – Bau der Brücke Schwupp liegt auf Eis

Treppe für Fische ist fertig

Alles verzögert sich: Bereits im November 2011 hatte der Landrat (Bildmitte) einen Bewilligungsbescheid für die Sanierung der Brücke Schwupp über 32 234 Euro nach Philippsthal gebracht. Damals waren Gesamtkosten von 72 000 Euro kalkuliert worden. Doch jetzt wird wegen Schäden an den Widerlagern alles weitaus teurer. Daher ruhen die Arbeiten. Foto: roda/Archiv

Philippsthal. Die Sohlgleite in der Ulster zwischen Unterbreizbach und Philippsthal ist fertiggestellt und von den Behörden abgenommen.

Ziel der Sohlgleite, die im Volksmund auch als „Fischtreppe“ bezeichnet wird, ist es, die Durchgängigkeit des Gewässers für Fische und Kleintiere zu ermöglichen.

„Die ausführende Firma Strassing Limes GmbH aus Erfurt hat gute Arbeit geleistet und den unerwarteten Wetterereignissen getrotzt“, lobte Betriebsingenieurin Sylvia Lindner vom Kaliwerk Werra. Die Starkregenereignisse und das Hochwasser im Mai hatten beträchtliche Schäden an den bereits errichteten Fangedämmen und der Baustellenzufahrt verursacht. Folge: Die Bauzeit musste für etwa vier Wochen unterbrochen werden. Nach Wiederaufnahme der Arbeiten lief dann alles nach Plan. Stefan Truckenbrodt von der Firma Strassing Limes bedankte sich für die angenehme Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von K+S und der Marktgemeinde Philippsthal sowie dem Ingenieurbüro Emch+Berger.

Ausgleichsprojekt

Im April dieses Jahres hatten die Arbeiten am Gemeinschaftsprojekt „Schwupp“ zur Errichtung einer Sohlgleite und zur Erneuerung der Brücke über die Ulster begonnen. Bei der Sohlgleite handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau der 64 Kilometer langen Rohrleitung zwischen Neuhof und Hattorf, die im Dezember ans Netz gehen soll.

In die Ulster wurden unter anderem Störsteine zur Strömungslenkung eingebaut und eine Niedrigwasserrinne für geringe Wasserstände hergestellt. Der Einbau einer Tonschicht zwischen Beckenauffüllung und Steinschüttung sorgt nun für eine zuverlässige Dichtung. K+S hat in dieses Projekt 175 000 Euro investiert. Mit dem Ergebnis ist auch Lars Hohmann, der Vorsitzende des Fischereivereins Philippsthal, zufrieden. „Ich bin auf unseren nächsten Fang hier gespannt.“

Schwupp: Kosten steigen

Ob die Marktgemeinde Philippsthal die Brücke, die die Ulsterauen miteinander verbindet, wie geplant bauen wird, ist noch offen. Die Kosten für die Brücke erhöhen sich aufgrund der Hochwasserschäden an den Widerlagern. Es müsse ein neues Konzept her, berichtete Bürgermeister Ralf Orth. „Deshalb prüfen wir nun, ob die Maßnahme mit öffentlichen Fördermitteln unterstützt werden kann.“ Grundsätzlich wolle man die Brücke erhalten. Sie solle Teil des Grünen Bandes bleiben.

Für Wanderer und Radfahrer ist die Querung die Möglichkeit, um vom Gewerbegebiet Unterbreizbach zum Ulstertal-Radweg Richtung Philippsthal zu gelangen. (red/rey)

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