Das Haus Kreuzberg in Philippsthal hat für seine Bewohner einen Streichelzoo eingerichtet

Tiere erfreuen Senioren

Spaß mit Tieren: Heimbewohnerin Else Nordheim (2. von links) freut sich über die Ziegen im Streichelzoo des Philippsthaler Hauses Kreuzberg. Eingerichtet haben das Gelände Siegfried und Hartmut Güth. Für die Pflege und das Training der Tiere sorgt Marion Kranz (rechts). Foto: Reymond

Philippsthal. Tiergestützte Therapie heißt ein neues Angebot der evangelischen Pflegedienste Haus Kreuzberg in Philippsthal. Drei Ziegen, zwei Esel und sechs Laufenten bevölkern den neu geschaffenen Bereich des kleinen Streichelzoos direkt hinter dem Altenheim. Drei Hasen sollen in Kürze noch dazu kommen. Mittlerweile hat Hausmeister Hartmut Güth das Gelände sicher gemacht. Insbesondere die Unterkunft der Laufenten hat nun ein Dach bekommen. Schließlich hat sich der Fuchs schon ganze fünf der Enten geschnappt. Angefangen hat alles im Jahre 2011 mit den Eseln Beppo und Emma.

Freude über die Enten

Über die vielen Tiere freuen sich natürlich auch die Heimbewohner. So haben es Else Nordheim in erster Linie die Enten angetan, aber auch die Ziegen und die beiden Esel ruft sie beim Namen. Weil die älteren Menschen nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, wurde der kleine Tierpark mit Waschbetonplatten ausgelegt und ist seitdem auch von Rollstuhlfahrern problemlos zu nutzen.

Gepflegt werden die Tiere von Marion Kranz, die beispielsweise die Ziegen auch nach Art der „Horsemanship“ dressiert. „Sie laufen bereits über eine Wippe. Jetzt möchte ich sie noch so weit bekommen, dass sie auch durch einen Reifen springen“, merkt die Betreuerin der Tiere an. Das wäre dann auch für viele Philippsthaler Kinder interessant, denn montags und mittwochs steht der Park jeweils ab 16 Uhr auch für Besucher offen. Und auch die beiden Esel sind mittlerweile so weit gebracht worden, dass Kinder problemlos auf ihnen reiten können.

Die Idee zur tiergestützten Therapie im Haus Kreuzberg hatte Heimleiter Hans-Joachim Kessler. Schon vor einigen Jahren ist in dem Philippsthaler Altenheim eingeführt worden, dass die Bewohner ihre Haustiere mitbringen dürfen. So profitierten die Menschen von tierischen Begleitern. „Besonders alleinstehende Senioren bekommen durch ein Haustier das Gefühl, wieder gebraucht und geliebt zu werden“, erklärt Kessler. So hätten auch wissenschaftliche Nachforschungen belegt, dass Haustierhalter erheblich weniger gesundheitlich Probleme hätten.

Finanziert über Spenden

„Finanziert wird der Streichelzoo durch Spenden über die Freunde des Förderkreises. Wer das Projekt der tiergestützten Therapie des Philippsthaler Hauses Kreuzberg unterstützen möchte, kann sich telefonisch unter 06620/92000 melden.

Von Mario Reymond

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