Friedewald: Vertrag mit Energiegenossenschaft

Strom vom Dach des Kindergartens

Partnerschaft: Friedewald verpachtet der Wildecker Energiegenossenschaft kommunale Dächer zur Sonnenstromerzeugung. Den 20 Jahre laufenden Vertrag unterzeichneten (von rechts) Erster Beigeordneter Klaus Kraft und Bürgermeister Dirk Noll für die Gemeinde sowie Martina Selzer und Berndt Kühnel für den Vorstand der WEG. Foto: roda

Friedewald. Die Gemeinde Friedewald möchte Dachflächen kommunaler Gebäude zur Erzeugung von Strom aus Photovoltaikanlagen bereitstellen. Anlässlich der Sitzung am Mittwoch stimmte das Parlament dem Vertrag zwischen der Gemeinde und der Wildecker Energiegenossenschaft (WEG) ohne Vorbehalt zu.

Durch Voruntersuchungen hat die WEG den Kindergarten, das DRK-Heim, den Jugendraum und das Feuerwehrgerätehaus für geeignet befunden und verpflichtet sich, auf den Dächern Module montieren zu lassen. Der dort erzeugte Strom kann im Gebäude selbst genutzt werden und wird mit einem über die Vertragslaufzeit von 20 Jahren garantierten Netto-Preis von 24 Euro-Cent an die Gemeinde abgegeben.

Im Fall des Kindergartens ließen sich so laut Beispielrechnung bei einer jährlich angenommenen Strompreissteigerung von drei Prozent rund 10 000 Euro Stromkosten einsparen. Den nicht im Gebäude verbrauchten Strom verkauft die WEG an ein Energieversorgungsunternehmen zum marktüblichen Preis.

Insgesamt bekommt die Gemeinde etwa 630 Euro Pacht pro Jahr für die Dachflächen und muss keine finanziellen Aufwendungen für das Projekt leisten. Die WEG selbst versteht sich als genossenschaftlicher Energieversorger in Bürgerhand und hat inzwischen um die 70 Mitglieder aus dem ganzen Kreis Hersfeld-Rotenburg. Deshalb wird zur nächsten Generalversammlung die Bezeichnung „Waldhessische Energiegenossenschaft“ vorgeschlagen und schon jetzt um Mitglieder auch außerhalb der Gemeinde Wildeck geworben. (ha)

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