Feuerwehr rückte aus, obwohl es nicht brannte

Strafe droht bei falscher Alarmierung

Heringen. Ein böswilliger Anrufer bei der Leitstelle in Bad Hersfeld hat dafür gesorgt, dass die Feuerwehrleute aus Leimbach, Lengers und der Heringer Kernstadt sowie die Mitarbeiter des Rettungsdienstes am vergangenen Sonntag um 2.46 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurden. Der Unbekannte hatte der Leitstelle einen Scheunenbrand an der Heringer Hauptstraße gemeldet und der Disponent in der Leitstelle natürlich sofort die Einsatzkräfte alarmiert. Der entsprechende Notruf war aus einer Telefonzelle an der Hauptstraße abgesetzt worden.

Die ersten Einsatzkräfte stellten dann aber entlang des gesamten Straßenzugs kein Feuer fest. Auch handelt es sich bei der gemeldeten Hausnummer nicht um ein landwirtschaftliches Anwesen. So rückten die Einsatzkräfte nach kurzer Zeit wieder ein.

Die Heringer Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass es sich bei derartigen böswilligen Alarmierungen in keinster Weise um „Dumme-Jungen-Streiche“ handelt, sondern hierdurch neben einem moralisch verwerflichen Verhalten zudem ein Straftatbestand erfüllt ist, der gemäß §145 Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft wird.

Zusätzlich werden dem Verursacher, sofern dieser ausfindig gemacht werden kann, die Kosten des Einsatzes von Feuerwehr und Rettungsdienst vollumfänglich in Rechnung gestellt.

Ferner werden durch solch einen Fehlalarm Feuerwehr und Rettungsdienst gebunden und können anderen Menschen, die wirklich auf Hilfe angewiesen sind, nicht helfen. (red/rey)

Kommentare