Margarete Sirsch verwahrt Andenken, das ihren Großvater zeigt

Stickerei zur Erinnerung

Mittig: Georg Schütrumpf direkt unterhalb von Kaiser Wilhelm II. Foto: privat/nh

Friedewald. Eine besondere Form von Andenken befindet sich im Besitz von Margarete Sirsch aus Friedewald: Eine Stickerei, die ihr Großvater, Georg Schütrumpf, im Jahr 1912 erhielt, als er seinen aktiven Dienst in einer Infanterieeinheit abgeleistet hatte. Nach der zweijährigen Dienstzeit war es in der kaiserlichen Armee üblich, weitere zwei Jahre in der Reserve zu verbringen, bevor man der Landwehr zugewiesen wurde.

Bereits 1914 wurde Georg Schütrumpf als Reservist wieder eingezogen und war bis 1918 an der Westfront, überwiegend in Frankreich, im Kriegseinsatz. Er kehrte 1918 unverletzt wieder nach Friedewald zu seiner Familie zurück.

Stickerei und Orden

In dem Wachhäuschen eingerahmt ist ein Foto von Georg Schütrumpf, darüber ein Bild des deutschen Kaisers Wilhelm II.

Die Schrift auf der Stickerei lautet: „Reserve 1912; Ruft einst das Vaterland uns wieder – als Reservist – als Landwehrmann. So legen wir die Arbeit nieder, und folgen treu der Fahne dann. Zur Erinnerung an meine Dienstzeit“. Oben links ist ein „Weltkriegsehrenkreuz mit Schwertern“ zu sehen. Der Orden wurde 1934 von Reichspräsident Hindenburg gestiftet – die Ausführung „mit Schwertern“ wurde an Soldaten verliehen, die an der Front kämpften. (arh)

Kommentare