Für die Betreuung von Kindern ab einem Jahr werden 995 000 Euro investiert

Startschuss für Krippenbau

Vertreter der Gemeindegremien und des VfL Philippsthal sowie der planenden und bauausführenden Firmen waren gestern zum Spatenstich für den Anbau an den evangelischen Kindergarten in Philippsthal gekommen. Pfarrerin Rita Stückrad-Frisch wünschte dem Projekt mit einem Gebet und Gottes Segen viel Erfolg. Und auch Lukas, Mika, und Noel (vorn) freuten sich mit einem handgemalten Plakat über den Baubeginn. Foto: roda

Philippsthal. Mit dem obligatorischen Ersten Spatenstich hat gestern offiziell der Anbau an den evangelischen Kindergarten „Kleine Landgrafen“ in Philippsthal begonnen. Insgesamt 995 000 Euro werden in den Bau von zwei Krippengruppen investiert. Der Anbau hat eine Fläche von 380 Quadratmetern. Er bietet künftig zwanzig Krippenkindern im Alter ab einem Jahr Platz.

Damit der Anbau recht großzügig ausfallen kann, haben die Fußballer des VfL Philippsthal sogar ein paar Meter ihrer Nutzfläche hinter dem Tor abgetreten. „Die Wiese gehört zwar der Gemeinde, doch über dieses unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Sportlern freuen wir uns. Da hat es überhaupt keine Diskussionen wegen des kleinen Stücks Wiese gegeben“, freut sich Bürgermeister Ralf Orth über die Kooperationsbereitschaft der Kicker.

Kirche trägt zehn Prozent

An den Kosten für den Anbau beteiligt sich das Kirchenkreisamt mit zehn Prozent. Ein Förderbescheid des Landes Hessen über 150 000 Euro liegt der Marktgemeinde Philippsthal ebenfalls schon vor. „Wir haben aber noch mehr Fördergeld beantragt“, erklärt Bürgermeister Ralf Orth.

Ob es noch einen weiteren finanziellen Nachschlag für die Marktgemeinde aus Wiesbaden geben wird, ist derzeit aber noch nicht bekannt. Klar ist nur, dass die politische Gemeinde den großen Rest der Baukosten alleine stemmen muss.

Wenn die Bauarbeiten reibungslos verlaufen, soll bereits im August diesen Jahres alles bezugsfertig sein, merkte der Bürgermeister an.

Damit diese knappe Zeitvorgabe vielleicht auch wirklich eingehalten werden kann, wünschte Pfarrerin Rita Stückrad-Frisch mit einem Gebet und Gottes Segen dem Projekt viel Glück.

Und auch die Mädchen und Jungen des evangelischen Kindergartens hatten mit einem Lied eindrucksvoll untermauert, dass der Anbau für die Kinder eine sehr wichtige Sache ist. „Wir sind der Mittelpunkt“, schmetterten die Kleinen aus voller Brust.

Da blieb dann auch Architekt Helmut Kohlepp nichts anderes übrig, als den anwesenden Kommunalpolitikern und den Mädchen und Jungen einen zügigen und reibungslosen Bauverlauf zu versprechen.

Von Mario Reymond

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