Soziale Betreuung im Haus Kreuzberg lässt altes Handwerk aufleben

Spinnerei im Altenheim

Landfrauen aus Kieselbach in Trachten ließen das Handwerke aus den „Spinnstuben“ im Philippsthaler Altenheim Haus Kreuzberg aufleben. Foto: nh

Philippsthal. Kürzlich fand in der Einrichtung der evangelischen Altenhilfe Haus Kreuzberg in Philippsthal eine besondere Veranstaltung statt.

Landfrauen aus Kieselbach bewahren sich seit vielen Generationen die Kunst der Handwerke aus den „Spinnstuben“. Mit Begeisterung sahen die Bewohner und Gäste des Hauses Kreuzberg den flinken Frauen in ihren selbstgenähten Trachten bei der Arbeit zu.

Mit viel Witz und Charme brachten sie Handarbeiten wie das Sticken, Stricken, Filzen, Nähen und das Spinnen nahe. Mancher Bewohner konnte seinen Blick der sich drehenden Spule nicht entziehen. Mit einem verträumten Lächeln bemerkte eine 101-jährige Frau an: „Ach, waren das noch schöne Zeiten“.

Alte Sitten und Bräuche

Bewusst veranstaltet die soziale Betreuung Aktivitäten, die alte Bräuche, Sitten und Erinnerungen wahrnehmen lassen. In Anlehnung an die Biographien der Bewohner gibt es individuelle Angebote, die ihnen das Gefühl geben sich selbst ein Stück weit wieder zu finden und um den Respekt vor ihren Werten und Gewohnheiten zu vermitteln. Diese Veranstaltungen sollen auch dazu beitragen, dass die Bewohner der Einrichtung sich nach ihrer Eingewöhnungsphase wie zu Hause fühlen und das Wohlbefinden gestärkt wird. Bei einer der nächsten Veranstaltungen wird ein anderes altes Handwerk im Mittelpunkt stehen. (red/rey)

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