Schenklengsfelder Gemeindeparlament verabschiedet Haushaltssicherungskonzept

Das Sparschwein füllen

Malkomes. Die Schenklengsfelder Gemeindevertreter haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend in Malkomes im zweiten Anlauf einstimmig das überarbeitete Haushaltssicherungskonzept verabschiedet. Darin enthalten ist auch eine Prüfung der Eintrittspreise für das für 1,5 Millionen Euro sanierte Freibad.

Um etwas mehr Geld in die Gemeindekasse zu bekommen, stimmten ebenfalls alle Parlamentarier für höhere Eintrittspreise (wir berichteten). Kinder von sechs bis zwölf Jahren zahlen künftig einen Euro statt 60 Cent. Jugendliche sind mit 1,50 Euro statt bisher einem Euro dabei. Und Erwachsene müssen jetzt 2,50 Euro bezahlen – 50 Cent mehr als bisher. Erwachsene, die nach 17.30 Uhr schwimmen wollen, müssen zwei statt 1,50 Euro entrichten.

Saisonkarten werden allesamt um fünf Euro angehoben. Kinder zahlen 20 Euro, Jugendliche 25 Euro und für Erwachsene 45 Euro. Eine Familienkarte ab drei Personen, wobei Kinder nicht älter als 17 Jahre sein dürfen, kostet künftig 90 Euro, also zehn mehr als noch in der vergangenen Saison.

Die Eintrittspreise wurden an die in den Bädern von Bad Hersfeld, Eiterfeld, Tiefenort, Philippsthal, Kirchheim und Heringen angepasst. Letztmals wurden sie in Schenklengsfeld für Saisonkarten vor der Badesaison 2008 angehoben. Die neuen Preise gelten voraussichtlich ab dem 14. Mai. An diesem Tag soll das Schenklengsfelder Freibad öffnen. Bei schönem Wetter bereits am Samstag, 12. Mai.

Weiteres Geld will die Gemeinde durch eine Kooperation mit anderen Kommunen bei der Anschaffung von Büromaterial sowie im Bereich des Bauhofs erreichen. Dabei sollen Fahrzeuge gemeinsam genutzt werden.

Auch wird kontrolliert, ob Geld im Bereich des Postversands über Ortsausträger zu sparen ist. Ebenfalls auf dem Prüfstand sind die Straßenlaternen. In diesem Bereich wird der Einsatz von Energiesparlampen angestrebt. Reduziert werden sollen auch die Weihnachtspräsente – Sparpotenzial dabei: 1580 Euro.

Geprüft werden soll auch, ob ein gemeinsamer Standesamtsbezirk mit anderen Gemeinden gebildet werden kann, ob es einen günstigeren Telefontarif gibt und ob die Feuerwehren in den Ortsteilen kooperieren können.

Aus dem Ausbildungsverbund Fachangestellte für Bäderbetriebe steigt die Gemeinde zum 31. August 2013 aus. Das bringt jährlich 907 Euro in die Kasse.

Auf den Prüfstand sollen auch die Kindergärten. In Schenklengsfeld wird darüber nachgedacht, eine monatliche Betreuungsgebühr für Kinder unter drei Jahren einzuführen.

Keiner will Lehrerwohnhaus

Weiterhin wird seit November 2011 versucht, das Lehrerwohnhaus in Wippershain für 30 000 Euro zu veräußern. Einen Kaufinteressenten gibt es aber bisher nicht.

Auch die Mieten und Pachten für gemeindeeigene Flächen und Wohnungen sind ins Blickfeld gerückt. Auf den kommunalen Dachflächen könnten zudem bald Solaranlagen installiert werden, sofern sich dieses Geschäft rechnet.

Von Mario Reymond

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