Die Gemeinden Friedewald und Hohenroda bündeln ihre Arbeit im Bereich Finanzen

Sparen durch Kooperation

Unterzeichnet: Die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Hohenroda und Friedewald dokumentierten die Bürgermeister Dirk Noll und Jörg Schäfer (vorne von links) gemeinsam mit den Ersten Beigeordneten Klaus Kraft und Hans-Albert Pfaff (hinten von links). Foto: Reymond

Lautenhausen. Jetzt ist es amtlich: Die Gemeinden Hohenroda und Friedewald haben am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus in Lautenhausen im Anschluss an die Sitzung der Friedewalder Gemeindevertretung die öffentlich-rechtliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit in den Bereichen Gemeindekasse und Steuerverwaltung sowie der Kämmerei unterzeichnet.

Die beiden Gemeinden sind damit Vorreiter in Sachen interkommunale Zusammenarbeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Vor der eigentlichen Vertragsunterzeichnung mussten noch die Friedewalder Gemeindevertreter ihre Zustimmung zu der Vereinbarung geben. Und das taten sie einstimmig. In der Gemeinde Hohenroda war die Vereinbarung bereits am 27. März einstimmig von den dortigen Gemeindevertretern gefasst worden.

Etwas Handfestes

Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll bezeichnete die interkommunale Zusammenarbeit als etwas Handfestes. Zudem seien die anfänglich in den jeweiligen Verwaltungen vorhandenen Bedenken komplett ausgeräumt. Die Zusammenarbeit war angestrebt worden, weil eine Mitarbeiterin der Hohenrodaer Verwaltung in Mutterschutz gegangen ist.

Durch die gebündelte Verwaltungsarbeit kann eine jährliche Einsparung von aktuell 17 420 Euro erreicht werden. Außerdem könnte die Zusammenarbeit noch durch das hessische Innenministerium mit einem Betrag von 25 000 Euro pro Kommune gefördert werden. Die entsprechenden Vorgespräche mit dem Ministerium hätten bereits stattgefunden, teilte Noll mit.

Bald vier statt zwei?

Vielleicht wird die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Hohenroda und Friedewald bald auch auf die Gemeinden Philippsthal und Schenklengsfeld ausgedehnt. Die Bürgermeister dieser beiden Kommunen, Ralf Orth und Stefan Gensler, waren in die Vorgespräche mit eingebunden. Aufgrund der guten personellen Ausstattung in diesen beiden Gemeinden bestehe derzeit dort kein Bedarf an einer übergreifenden Zusammenarbeit. Doch bestehe die Möglichkeit, die Zusammenarbeit in welchen Bereichen auch immer, weiter zu intensivieren. „Der Zug fährt jetzt erst einmal mit Hohenroda und Friedewald los. Vielleicht springen aber schon bald Philippsthal und Schenklengsfeld auf“, merkte Friedewalds Bürgermeister an.

Von Mario Reymond

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