Preis für die beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen

Sozialminister zeichnet K+S aus

Zeichnete aus: Sozialminister Stefan Grüttner Foto: dpa

Wiesbaden. Bereits zum achten Mal überreichte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner gestern drei Unternehmen der Privatwirtschaft den mit 3000 Euro dotierten Preis, über den sich in diesem Jahr neben der Rudolph Garten- und Landschaftsbau GmbH, der B. Braun Melsungen AG auch die die K + S Kali GmbH mit ihrem Werk Werra freuen darf.

Beispielhaftes Vorgehen

Die Unternehmen wurden für ihr beispielhaftes Vorgehen bei der Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen geehrt. „Die ausgezeichneten Unternehmen vereinen in ihrer Betriebsphilosophie in vorbildlicher Weise soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit“, betonte Grüttner anlässlich der Preisverleihung im Berufsbildungswerk Südhessen. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel sei es notwendig, dass nachhaltige Strategien zur Wiedereingliederung von arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt ergriffen würden, unterstrich der Minister.

Er betonte, dass es hier um mehr als nur Geld gehe. Grüttner würdigte in seiner Laudatio die soziale Kompetenz und Innovation der hessischen Unternehmen und dankte diesen für ihr Engagement.

Alle Bewerber trügen nach den Ausführungen des Ministers in verschiedener Art und Weise dazu bei, den Arbeitsmarkt für behinderte Menschen zu öffnen und ihnen ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben zu ermöglichen, wie es auch die UN-Behindertenrechtskonvention fordere und sich das Land Hessen mit seinem Aktionsplan zu einer der großen Aufgaben in der Sozialpolitik gemacht habe.

Neues Programm in Arbeit

Grüttner verriet auch, dass ein neues Programm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen Schwerbehinderter aktuell zusammen mit dem Landeswohlfahrtsverband konzipiert wird. So stellte er abschließend fest: „Hessen bleibt in Sachen Inklusion am Ball“!

Beim Kalibergbauunternehmen K+S handele es sich um eine schwere Branche für den Einsatz schwerbehinderter Menschen. Dennoch würden hier insgesamt 433 Schwerbehinderte und Gleichgestellte bei einer Gesamtbelegschaft von 4400 Mitarbeitern beschäftigt. Damit werde die gesetzlich vorgesehene Schwerbehindertenquote weit übertroffen.

Besonders lobenswert

Besonders lobenswert sei nach den Worten des Sozialministers bei K+S die Ausbildung schwerbehinderter Menschen. Auch behindertengerechte Umbauten oder die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Mitarbeiter stellten sich hier preiswürdig dar, merkte Stefan Grüttner an. (red/rey)

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