Heringer Abgeordnete ziehen Anträge zurück

Sitzungsergebnis für den Mülleimer

Heringen. Warum die Heringer Stadtverordneten am vergangenen Montagabend eine Stadtverordnetensitzung anberaumt haben, das wissen sie wohl nur selbst. Denn die Tagesordnung wurde von drei auf zwei Punkte zusammengestrichen. Und der eine Punkt – Information zur Betriebsführung des Ganzjahresbads durch die Fuldaer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Muth und Partner – hätte auch am morgigen Donnerstag im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss vorgestellt werden können. Denn dort müssen sich nun die Akteure endlich aktiv mit dem Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2014 befassen.

Hausaufgaben erledigen

Das hat ihnen Marianne Hühn von der Kommunalaufsicht beim Landkreis dezent, aber nachhaltig ins Hausaufgabenheft geschrieben. So müsse das Zahlenwerk nun endlich durch das Stadtparlament beschlossen werden, damit dringende Projekte wie beispielsweise der Kanalbau am Heinerberg in Heringen in Angriff genommen werden können. Denn durch Salzlauge, die durch das alte System läuft, droht die Kläranlage in Heringen Schaden zu nehmen.

„Nach der von mir eingeholten Stellungnahme der Unteren Wasserbehörde ist die Umsetzung der wasserrechtlichen Vorgaben absolut dringlich, da die konkrete Gefahr besteht, dass die zur Aufbereitung der Abwässer notwendigen biologischen Prozesse der Kläranlage wegen der dort zugeführten chloridhaltigen Abwässer nicht mehr stattfinden und als Folge die gesetzlich vorgeschriebene Aufbereitung der Abwässer nicht mehr erfolgt.“ Daraus resultiere unmittelbarer Handlungsbedarf.

Noch Gesprächsbedarf

Das heißt nun für die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses morgen ein Zahlenwerk auf den Weg zu bekommen, das dann am 20. November auch den Weg durch das Stadtparlament findet.

Der weiterhin strittige Bereich der Betriebsführung des Ganzjahresbads könne da laut Hühn auch noch ausgeklammert werden. Denn nach den Stellungnahmen durch die Vertreter von Muth und Partner am Montagabend gibt es seitens des Parlaments noch Gesprächsbedarf.

Wunsch nach exakten Zahlen

Mit den Ausführungen, die sich an pauschalen Größen festmachten, wollten sich die Vertreter von SPD, CDU und UL während der jüngsten Stadtverordnetensitzung nicht zufriedengeben. Ihnen sei vielmehr daran gelegen, die etwaigen Mehrkosten bei einer Betriebsführung des Bads durch die Stadtwerke exakt zu benennen. Da wird es eine schnelle Lösung morgen im Ausschuss sicher nicht geben.

Von Mario Reymond

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