Benefiz-Veranstaltung mit „Kabbaratz“

Silberfüchse amüsierten sich

Kabarett Kabbaratz in Schenklengsfeld: Sie: kann ich das in meinem Alter noch tragen? Er (ohne hinzuschauen): Du kannst alles noch tragen. Sie: Bin ich nicht zu alt für das Kleid? Er (ohne hinzuschauen): Du kannst das nicht tragen, du bist noch zu jung dafür. Foto: Desoi

Schenklengsfeld. Das Deutsche Rote Kreuz Schenklengsfeld veranstaltete erfolgreich einen Benefiz-Kabarett-Abend mit dem Duo Kabbaratz. Der Erlös der Veranstaltung kam der Therapiehundearbeit in Schenklengsfeld zu Gute.

Die Therapiehunde mit ihren Besitzern sind gerne gesehen in der Region. Im Pflegeheim Friedewald oder der Brücke in Eiterfeld sind sie wohlbekannt. Die Bewohner freuen sich auf die Besuche, ob kleiner Mops oder großer Landseer. Die Tiere sind in das Alltagsgeschehen oder die pädagogische Arbeit integriert, ohne dass die Einrichtung selbst einen hohen organisatorischen oder personellen Aufwand hat. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden von Menschen aus. Das DRK Schenklengsfeld hat 18 Teams mit ausgebildeten Hunden. Vorsitzende Gudrun Ernst: „Die Hunde haben eine Grundausbildung von zwei Jahren. Danach folgen 40 weitere Stunden Spezialausbildung. Nicht jeder Hund eignet sich“.

Das alles hat vom Gesamtkonzept Evelyn Wendler und Peter Hoffmann, die zusammen als Kabbaratz auftreten, so sehr zugesagt, dass sie spontan einen Benefiz-Auftritt beim Roten Kreuz in Schenklengsfeld beschlossen. Und was würde sich da besser eignen, als ihr Programm „Mach‘s gut Alter – die Alten werden immer jünger“. Von bissigem Spott bis hin zu liebevoller Nachsicht werden die typischen Jugend- und Alters Wehwehchen auf die Spitze getrieben.

Typisch die Szene von Hoffmann als er zum Orthopäden musste: „Da dachte ich, den Namen kennst du doch, der hat doch mit dir Abitur gemacht, der war doch so super in Sport. Da schlurft da so ein alter Mann über den Flur. Ich wollte erst mal vorsichtig anfragen: Wann haben Sie denn Abitur gemacht? An welcher Schule? – Stimmte alles, das schien er zu sein. Enttäuschend dann seine Antwort: Ach, sie waren auch auf dieser Schule. Was haben Sie denn unterrichtet?“

Genau ins Schwarze

Da das Publikum zu 90 Prozent aus Silberfüchsen über 50 bestand, wurde herzhaft gelacht und so mancher Sketch traf genau ins Schwarze. Hervorragend beobachtet und brillant in intelligente Unterhaltung gebettet, selbst nach eineinhalb Stunden war noch Spannung im Programm. Das Publikum dankte mit langem Applaus und viel Zwischenbeifall. Auch die Vize-Präsidentin des DRK, Freifrau Donata Schenk von Schweinsberg, sowie Bürgermeister Stefan Gensler amüsierten sich prächtig. Als Dankeschön ließ Gensler über die Feuerwehr ein digitales Funkgerät für das DRK überreichen. Für Licht und Ton war Stephan Weimar zuständig. (chd)

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