Generalunternehmer Müller Bau aus Bad Hersfeld meldete im Januar Insolvenz an

Seniorenheim verzögert sich

Die Arbeiten am Awo-Seniorenheim in Heringen stocken. Schuld daran ist die Insolvenz des Generalunternehmers Müller Bau aus Bad Hersfeld. Erst im April soll es auf der Baustelle wieder richtig rundgehen. Archivfoto: Reymond

Heringen. Beim Bau des neuen Awo-Altenzentrums in Heringen kommt es seit Januar zu erheblichen Verzögerungen. Grund: Der Generalunternehmer Müller-Bau, der auch die meisten Gewerke unter Vertrag hatte, meldete Insolvenz an.

Dadurch wird es auch nichts mit dem geplanten Einzug der ersten Senioren im Mai. „Wir gehen davon aus, dass wir jetzt am 1. Oktober loslegen können“, sagt Awo-Nordhessen Geschäftsführer Michael Schmidt. In dem sechs Millionen Euro teuren Komplex, sollen nach Fertigstellung 69 Pflegeplätze zur Verfügung stehen.

Den durch die Verzögerungen entstandenen Schaden beziffert Schmidt auf eine fünfstellige Summe. „Das sei überschaubar, da alle auf der Baustelle beschäftigten Firmen wohl weitermachen werden, weil das Geld nun von unserem Leasinggeber gezahlt wird“, erklärt Schmidt. Aus der Insolvenz des Generalunternehmers befürchtet der Mann von der Awo keinen weiteren Schaden mehr. Michael Schmidt geht davon aus, dass ab Mitte bis Ende April auf der Baustelle wieder unter Volldampf gearbeitet wird.

Schade hingegen sei es für die bereits rekrutierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Mai dort ihre Arbeit hätten aufnehmen sollen. Auch für sie verzögere sich der Arbeitsstart nun um einige Monate.

Von Mario Reymond

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