Philippsthal lässt Steg über die Ulster nun doch neu errichten

Die „Schwupp“ kommt

Philippsthal. Die Ulsterbrücke „Schwupp“ wird in Form einer Stahlkonstruktion nun endgültig neu errichtet. Das hat die Philippsthaler Gemeindevertretung am Dienstagabend mehrheitlich mit 15 zu 3 Stimmen beschlossen.

Eigentlich sollte das alte Bauwerk mit einem Kostenaufwand von 72 000 Euro saniert werden. Das war der Stand Ende November 2011. Damals hatte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt einen Zuschuss in Höhe von 32 234 Euro aus dem Leader-Programm der EU mit nach Philippsthal gebracht.

Der Steg war absolut erhaltenswert, da er im Zuge der Projektierung des Grenzsteifen-Wanderwegs „Grünes Band“ in die Streckenführung miteinbezogen war.

Bis zum Mai 2013 hatte die Marktgemeinde dann bereits 65 000 Euro für die Brückensanierung ausgegeben, ehe ein Hochwasser die Widerlager zerstörte und die Brücke somit komplett baufällig machte.

Nun standen die Philippsthaler Kommunalpolitiker vor einer ersten Grundsatz-Entscheidung: Am 11. November 2013 wurde das Bauprojekt zunächst komplett eingestellt. Der Gemeindevorstand sollte sich umgehend über die Förderung und die Kosten für einen Neubau samt Zuwegung informieren.

Im Juni 2014 teilte das Regierungspräsidium mit, dass es den Neubau mit 52 212 Euro aus dem Hochwassersoforthilfeprogramm fördern werde.

Der nun anstehende Neubau der „Schwupp“ wird auf 170 378 Euro beziffert. Zuzüglich der bereits investierten 65 000 Euro beläuft sich das Kostenvolumen aktuell auf 235 378 Euro. Abzüglich der zu erwartenden Förderungen und der bereits eingegangenen Zuwendungen entfällt demnach auf die Gemeinde Philippsthal ein Kostenanteil in Höhe von 100 189 Euro. Dieser könnte noch auf 148 932 Euro ansteigen, wenn eine bereits zugesagte EU-Förderung nicht fließen würde.

Hätte sich das Gemeindeparlament gegen den Neubau entschieden, hätte sie für den weiteren Abriss der alten Brücke noch einmal 27 000 Euro aufwenden müssen. Außerdem würde das RP dann auf die Rückzahlung der Förderung aus dem Hochwassersoforthilfeprogramm über 52 212 Euro bestehen.

Aufsicht soll bleiben

Einstimmig hat auch das Philippsthaler Gemeindeparlament eine Resolution in Sachen Kommunalaufsicht auf den Weg gebracht. Sie soll nach Wunsch der Philippsthaler Parlamentarier weiter beim Landkreis angesiedelt bleiben und nicht in die Zuständigkeit des Regierungspräsidiums übergehen.

Von Mario Reymond

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