Bürgermeister legt den Gemeindevertretern ausgeglichenes Zahlenwerk vor

Schwarze Null für Hohenroda

Oberbreitzbach. Einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf für das Jahr 2015 hat Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda den Gemeindevertretern am vergangenen Montagabend im Schloss in Oberbreitzbach präsentiert. Einstimmig ist das Zahlenwerk durch die Gemeindevertretung nun zur Beratung an die einzelnen Parlamentarier und die Ortsbeiräte freigegeben worden.

Der Ergebnishaushalt schließt zum Jahresende mit einem Überschuss von 9094 Euro ab. Im Finanzhaushalt wird von Bürgermeister Andre Stenda ein Plus von 6054 Euro vorhergesagt. Allerdings räumte der Bürgermeister sogleich ein, dass sich diese positiven Vorgaben schon im kommenden Jahr wieder umkehren könnten. Es gebe zu viele Unbekannte, die die Gemeinde nicht beeinflussen könne. Stenda sprach dabei die Zuweisungen an, die keine festen und verlässlichen Größen darstellten.

Mal mehr, mal weniger

So steigen die Einnahmen beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer im Vergleich zum Vorjahr um 94 700 Euro an. Durch die Anhebung der Grundsteuern fließen zudem 39 500 Euro mehr in die Gemeindekasse. Die Schlüsselzuweisungen steigen um 89 000 Euro an. Bei der Gewerbesteuer hingegen rechnet Stenda mit einem Rückgang von 75 400 Euro. Das führt natürlich auch zu einer Entlastung der Gemeinde bei der Gewerbesteuerumlage in Höhe von 49 200 Euro. Ebenfalls nach oben geht die zu entrichtende Kreis- und Schulumlage – und zwar um 49 200 Euro.

Alle beeinflussbaren Dinge hingegen möchte der Bürgermeister auch in den kommenden Jahren so in eine Richtung bewegen, dass immer mehr Geld in der Kasse ist, als auf der anderen Seite ausgegeben werden muss. „Wir müssen auch weiterhin sparen und somit immer die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung finden“, sagte Stenda.

In Hohenroda sollen in diesem Jahr insgesamt 161 000 Euro investiert werden. Daraus resultiere laut Bürgermeister ein Kreditbedarf in Höhe von 74 600 Euro.

Beim Blick auf die eigenen, angeschlagenen Finanzen fordern die Hohenrodaer eine Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs. Daher wurde in der jüngsten Sitzung eine Resolution zum Finanzausgleich einstimmig verabschiedet. Die Hohenrodaer fordern darin das Land Hessen auf, ab dem Jahr 2016 den höheren Finanzbedarf der hessischen Kommunen anzuerkennen und mehr Geld bereitzustellen, um den Städten und Gemeinden die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben zu ermöglichen. Aktuell werde den Kommunen eine Milliarde Euro weggenommen, da die angewandten Rechnungsmethoden nicht zielführend seien.

Von Mario Reymond

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