Hohenroda will die Hilfe des Landes, fordert aber eine überarbeitete Anlage zum Vertrag

Schutzschirm unter Vorbehalt

Oberbreitzbach. Der kommunale Rettungsschirm für Hohenroda rückt näher. In ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Schloss in Oberbreitzbach votierten die Gemeindevertreter einstimmig dafür, den dafür notwendigen Vertrag mit dem Hessischen Finanzministerium abzuschließen.

Vor der Abstimmung hatte jedoch Emil Kümmel (FWH) über einige Ungereimtheiten gesprochen, die eine Anlage zum Vertrag enthalte. Danach seien Berechnungen nicht schlüssig. Darüber hatten sich auch die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde, der zuvor getagt hatte, die Köpfe heiß geredet.

Eine Einschränkung

Die Zustimmung zur Vertragsunterzeichnung wurde folglich mit einer Einschränkung ausgesprochen. Erst wenn die vorgegebenen Zahlen aus dem Wirtschaftsministerium wirklich nachvollziehbar seien, dürfen Bürgermeister Jörg Schäfer und der Erste Beigeordnete Hans-Albert Pfaff ihre Unterschriften unter das vorliegende Vertragswerk setzen. „Wir wollen schließlich verhindern, dass irgendwelche Nachteile für uns entstehen“, merkte Kümmel an.

Die teilweise unlogischen Zahlen in der Anlage zum Vertrag führt Bürgermeister Jörg Schäfer auf einen Programmfehler zurück. Er geht davon aus, dass das hessische Finanzministerium diesen Fehler schnell korrigieren wird. „Gegen das eigentliche Vertragswerk gibt es seitens der Hohenrodaer Kommunalpolitiker keine Bedenken. Die Einwürfe richten sich lediglich gegen eine Anlage zum eigentlichen Vertrag“, führt Bürgermeister Schäfer weiter aus.

Von Mario Reymond

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