Heringens Bürgermeister Ries fordert Gleichbehandlung von Bildungseinrichtungen

Schulwahl: Elternwillen achten

Hans Ries

Heringen. Am liebsten hätte Heringens Bürgermeister Hans Ries alle Bürger der Stadt über die Schulwahl in Kleinensee entscheiden lassen. „Es geht schließlich alle Eltern unserer Stadt an, denn auch die Grundschulen in Wölfershausen und Herfa stehen auf der Kippe“, argumentiert er. Dennoch wurden zunächst nach dem Willen des Stadtparlament nur die Eltern in Kleinensee befragt, die mehrheitlich für den Grundschulbesuch in Heringen votierten.

Ries reagiert zugleich auf die Kritik der Hönebacher Schulleiterin Evelyn Schwab. „Wenn ich richtig informiert bin, dann ist Heringen der einzige Schulbezirk, der Ende der 90er Jahre so verändert wurde, dass er damit nicht mehr den Gemarkungsgrenzen entsprach“, sagt er.

Seinerzeit sei es darum gegangen, dem politischen Dilemma zu entgehen, die Hönebacher Grundschule schließen zu müssen, so wie man andere Grundschulen schon Jahre zuvor. Die Schuld an der damaligen Entscheidung sieht Ries bei der Kreis SPD und deren Genossen in Heringen.

Ries zeigt Verständnis dafür, dass die Wildecker für die Grundschule in Hönebach kämpfen, meint aber, das sollte umgekehrt auch der Fall sein. „Wie hätte man in Wildeck wohl reagiert, wenn wir unsererseits fordern würden, die Schulbezirksgrenzen so zu ändern, dass die Hönebacher Kinder nach Wölfershausen gehen müssten um dieser Schule und hernach der Werratalschule mehr Kinder und damit den Erhalt zu sichern?“

Ries hofft, dass auch für Heringen wieder gilt, dass Kinder einer Kommune auch in die dortige Schule gehen, so wie das die Mehrheit der Eltern in Kleinensee inzwischen auch wieder möchte. (red/rey/kai)

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