Kreistagsfraktion gegen Neubau in Ransbach

Schulstandort: CDU ist für Mansbach

Eindeutiges Bekenntnis: CDU-Kreistagsfraktion spricht sich für die Sanierung der Grundschule in Mansbach (Bild) und gegen einen Neubau in Ransbach aus. Foto: Archiv

Hohenroda. Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für eine Sanierung und Erweiterung der Grundschule Hohenroda am Standort in Mansbach ausgesprochen. Das teilt deren Vorsitzender Herbert Höttl mit. Die Christdemokraten unterstützen damit einen entsprechenden Antrag, den Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt hat.

„Wir tragen mit unserer Entscheidung dem ausdrücklichen Wunsch der örtlichen Schulgemeinde Rechnung“, unterstreicht Höttl. Sowohl Schulleitung, als auch Elternvertreter und Förderverein hätten sich wiederholt für den Standort in Mansbach ausgesprochen und diesen als ideale Lösung bezeichnet.

Die CDU positioniert sich damit gegen den alternativ vorgeschlagenen Neubau im Ortsteil Ransbach. „Nachdem wir uns vor Ort ein Bild gemacht haben und auch in den Fachausschüssen intensiv über beide Varianten beraten haben, kommt für uns nur noch der Standort Mansbach in Frage“, sagt Fraktionschef Höttl.

Ausschlaggebend dafür seien die um 800 000 Euro niedrigeren Baukosten und die Tatsache, dass man nach dem Umbau in Mansbach ein deutlich größeres Raumangebot erhalte als beim Neubau in Ransbach. Dort müsste für die Mittagsbetreuung auf gemeindliche Räume ausgewichen werden. „Die Variante Ransbach erfüllt daher weder unsere Anforderungen an eine moderne und qualitativ gute Grundschule, noch ist sie aufgrund der angespannten Haushaltslage des Landkreises finanziell zu verantworten“, so Höttl weiter.

Die von Teilen der SPD und FDP aufgeworfenen Befürchtungen einer unsicheren und unzureichenden verkehrlichen Erschließung habe Landrat Dr. Schmidt mittlerweile vollständig ausgeräumt. „Ich fordere daher beide Fraktionen auf, endlich Farbe zu bekennen und nicht weiter nach vorgeschobenen Gründen zu suchen, die den Standort Mansbach versuchen schlecht zu machen“, teilt Höttl mit. Weder dürfe man der Schulgemeinde eine von ihr nicht gewollte schlechte Variante aufdrücken, noch die Kreisfinanzen zur Bedienung einiger örtlicher Parteiinteressen ruinieren. (red/rey)

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