Schnelles Netz für die Zukunft

Volles Haus: Etwa 200 Gäste machten sich ein Bild von ihren Bürgermeisterkandidaten in der Ausbacher Hofreite.

In Sachen regenerative Energien und Breitbandversorgung haben die drei Kandidaten fast identische Vorstellungen. Schnelles Internet für Hohenroda sei unumgänglich, wenn die Gemeinde interessant für Betriebe und junge Familien werden solle.

„Chancen für Betriebsansiedlungen sind gering. Daher muss wenigstens die Internetversorgung über Glasfaser angestrebt werden, um vielleicht IT-Büros oder Architekturbüros ansiedeln zu können.

„Die Arbeit im Grünen wird deren geistige Frische beflügeln“, glaubt Frank Hildebrand. Als unbedingtes Attraktivitätsmerkmal bezeichnet auch Andre Stenda das Glasfasernetz. „Das ist wichtig fürs Gewerbe und auch unumgänglich, wenn wir Neubürger gewinnen wollen“.

Bernd Eckhardt seinerseits bezeichnet es als Qual, wenn er abends einmal beruflich ins Internet müsse und sich der Rechner im Zeitlupentempo bewege. Und in Sachen Windenergie wollen Stenda und Hildebrand nur gemeinsam mit den Bürgern vorgehen.

Während Stenda Ziele und Wege gemeinsam mit den Bürgern finden möchte, merkte Hildebrand an, dass er persönlich der Windenergie positiv gegenüberstehen, jedoch niemals eine Entscheidung ohne Einbindung der Bürger treffen werde. Bernd Eckhardt dagegen werde jeden Investor mit offenen Armen empfangen. „Jedes Windrad, das sich dreht bringt Gewerbesteuer. Also laufen lassen und Umsatz machen“.

Dazu erklärte Stenda, dass die Unternehmen erst über Jahre ihre Investitionen abschreiben werden. Erst nach zehn bis 15 Jahren würde Gewerbesteuer fließen. Er bevorzuge ebenso wie Hildebrand eher einen Bürgerwindpark, um die Menschen direkt zu beteiligen.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung möchte Frank Hildebrand über eine sogenannte ehrenamtliche oder genossenschaftliche Generationenhilfe dafür sorgen, dass die älteren Menschen solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Andre Stenda setzt dabei mehr auf gewachsene Strukturen und die jeweils eigene Familie. „Ich fahre meine Oma zum Arzt. Ich will mich später auch nicht von Fremden betreuen lassen. Und ich glaube, auch in Hohenroda sehen das viele Menschen so“.

Für Bernd Eckhardt müsse die Seniorenbetreuung auf freiwilliger Basis, ganz ohne irgendwelche Zwänge, ablaufen. (rey)

Kommentare