Hohenrodaer Verwaltungssitz verschlingt viel Geld – Bürgermeister denkt über Verkauf nach

Schloss wird Problemfall

Kostspielig: Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda denkt darüber nach, ob das riesige Schloss in Oberbreitzbach noch die richtige Bleibe für die siebenköpfige Verwaltung ist. Zumal die Immobilie von Grund auf saniert werden müsste. Foto: Archiv

Oberbreitzbach. Einen zu großen kommunalen Gebäudebestand hat Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda für seine Gemeinde ausgemacht. „Da muss alles auf den Prüfstand“, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Auch vor der Gemeindeverwaltung macht Stenda nicht Halt. „Das Schloss verfügt über drei Etagen. Das Obergeschoss wird von der Verwaltung überhaupt nicht genutzt. Bei sieben Beschäftigten, die in der Verwaltung arbeiten, muss über die Sinnhaftigkeit dieser Immobiliennutzung nachgedacht werden“, führt der Bürgermeister weiter aus. Zumal das Gesamtgebäude in naher Zukunft saniert werden müsste. Von 400 000 Euro für die Low-Budget-Lösung, wie Stenda sie bezeichnet, bis hin zu drei Millionen für eine Vollsanierung wird derzeit in Hohenroda ausgegangen. Nur für das Schloss sind in den Haushaltsentwurf 2015 insgesamt 13 000 Euro an Heizölkosten aufgenommen worden.

Die Gemeinde hatte das Schloss als Verwaltungssitz im Jahre 1988 angemietet und 2007 gekauft. „Wir diskutieren momentan auch den Verkauf dieser Immobilie, da auch andere öffentliche Gebäude dringend saniert werden müssen“, erklärt Stenda. Ein Folgekonzept für die Verwaltung, wenn es denn zu einem Verkauf der Schlossimmobilie kommen sollte, hat der Bürgermeister noch nicht in der Tasche. „Auf jeden Fall müssen wir auch in unserem Immobilienbereich die Kosten drastisch reduzieren.“

Von Mario Reymond

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