Motzfelder Schützen weihen ihr neues Domizil ein

Schießen und arbeiten

Zielorientiert auf zwei Gebieten: Jens Piper präsentierte als Vorsitzender der Motzfelder Schützen die beiden Lieblingsbeschäftigungen der Vereinsmitglieder – Bauen und Schießen. Foto: Milbrandt

Motzfeld. 7500 Kubikmeter Erde, 15 Tonnen Stahl und 435 Kubikmeter Beton mussten in den vergangenen vier Jahren bewegt und verbaut werden, um jetzt das neue Schützenhaus in Motzfeld einweihen zu können. Auf 1600 Quadratmetern Grundfläche sind zehn Sportpistolenstände (25m), acht KK-Stände (50m) sowie zwölf Luftdruckstände (10m) auf dem neusten Stand der Technik samt geschmackvoll gestalteter Aufenthalts- und Funktionsräume geschaffen worden.

Dass hier eine ganz besondere Anlage in einem 330 Einwohner zählenden Dorf entstanden ist, bescheinigte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt den Akteuren des 92 Mitglieder zählenden Vereins. Er hatte sich die Details der Anlage vom amtierenden Kreiskönig aus Motzfeld, Dirk Ringler, erklären lassen.

Bouffier brachte Geld

Schon der offizielle Baubeginn in 2008 war etwas Besonderes. Mit einem kräftigen Salutschuss aus einer Kanone war die Übergabe des Bewilligungsbescheids durch den damaligen Innenminister und heutigen Ministerpräsidenten Volker Bouffier begleitet worden.

Die besonderen Schießleistungen und die hervorragende Jugendarbeit der Motzfelder Schützen waren auch dem Landessportbund, dem Kreis Hersfeld-Rotenburg und der Gemeinde Friedewald umfangreiche Förderungen wert.

Gleichzeitig mit der Standeinweihung feierten die Motzfelder Schützen in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Vereinsjubiläum. Als Geburtstagsgeschenk lud Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich (CDU) die zehn fleißigsten Baumeister mit Partnern zu eine dreitägige Reise in die Bundeshauptstadt nach Berlin ein, Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke (SPD) die drei fleißigsten nach Wiesbaden.

Als Dank für seine Tätigkeit als Vorsitzender während der bisherigen Bauphase erhielt Jens Piper ein Überraschungspräsent mit persönlicher Widmung von den Vereinsdamen und ein auf der Baustelle gefundener Baggerzahn wurde ihm in Erinnerung an die harte Bauzeit als Trophäe von Pressewart Lothar Brill überreicht.

In seinem Vortrag zur Vereinschronik wies Marco Eiche auf die im Vergleich zum mit 1200 Jahren ältesten Schützenverein Deutschlands zwar relativ kurze Vereinsgeschichte des Motzfelder Vereins hin, machte aber deutlich, was man erreichen kann, wenn man einen großen Traum hat. Dieser sei nun Wirklichkeit geworden.

Im 2013 werden die Motzfelder dann die Gestaltung der Außenflächen in Angriff nehmen.

Von Jörg Milbrandt

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