In der Heringer Hauptstraße ensteht ein Geschäftshaus mit Büros oder Wohnungen

Schandfleck weicht Neubau

Bäckereicafé und Metzgerei im Erdgeschoss, darüber Büros oder Wohnungen: So soll der Neubau neben der Heringer Sparkasse (rechts) im August nächsten Jahres aussehen. Zeichnung: rebo consult

Heringen. Das fünfteilige Gebäudeensemble an der Ecke von Haupt- und Pfarrstraße in der Heringer Stadtmitte sieht arg heruntergekommen aus. Die ehemalige Pizzeria, der Asia-Imbiss und die Metzgerei Weber sind von ihren Betreibern längst verlassen, an der Fassade blättert der Putz.

Nicht mehr lange. Denn noch im Dezember dieses Jahres wird alles leergeräumt, und gleich danach beginnt der Komplett-Abriss. Bis zum August nächsten Jahres baut die Firma rebo consult aus Unterbreizbach hier mit einem Investitionsvolumen von 1,8 Millionen Euro ein Geschäftshaus, in dessen Obergeschossen wahlweise Büros oder Wohnungen eingerichtet werden können.

Wer die beiden Ladenflächen im Erdgeschoss belegen wird, steht bereits fest: Links die Bäckerei „Guter Gerlach“ nicht nur Backwaren anbieten, sondern auch ein Café betreiben. Das kündigte Anke Franke von der Verkaufsleitung an. Rechts daneben zieht die Metzgerei Meissmer aus Buchenau ein (siehe auch Lokalseite 8). Auch hier wird es mehr geben als Wurst und Fleisch an der Theke. Geschäftsführer Johannes Richter stellte beim Ortstermin einen Mittagstisch in Aussicht. Ohnehin planen beide Geschäfte eine Außenbewirtschaftung. Platz wird ausreichend vorhanden sein, denn die Front des Neubaus wird noch drei Meter hinter dem angrenzenden Gebäude der Sparkasse hochgezogen.

Mit der Stadt Heringen werde derzeit noch über die Einrichtung von einigen Pkw-Stellplätzen verhandelt, damit der an dieser Stelle meist heftig fließende Verkehr zum Einkaufen halt machen kann, sagte Martin Lapp, Leiter Architektur bei rebo consult. Ohnehin soll hier demnächst der Kreuzungsbereich neu gestaltet werden.

Einen Teil der Flächen in den Obergeschossen hat sich die Physiotherapie von Antje Pfromm bereits gesichert. Über Nutzung und Ausgestaltung der verbleibenden Räume ist noch nicht entschieden.

Übrigens: Die markante Sandsteinmauer in der Pfarrstraße wird auch in die Stützmauer des Neubaus aufgenommen.

Von Karl Schönholtz

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