Informationsnachmittag für Mediziner zum Thema Hygiene in der Arztpraxis

Sauberkeit ist erste Pflicht

Verband und Pflaster: Die Hünfelder Firma Medical-Service Lang beliefert bundesweit 1500 Arztpraxen, Justizvollzugsanstalten, Großhandlungen und Apotheken. Der Betrieb vertreibt beispielsweise mehr als 200 eigene Verbandsstoffe. Auf unserem Bild legt Außendienstmitarbeiter Klaus-Werner Müller seiner Kollegin Jennifer Budweg einmal einen Verband an. Foto: Reymond

Philippsthal. Immer wieder geistern Nachrichten über Unsauberkeit in Kliniken durch die Medien. In der Region war in den vergangenen Jahren das Klinikum Fulda, das wegen verschmutzten Operationsbestecks für einen weitreichenden Skandal gesorgt hatte, in der Kritik. Hygiene ist also das oberste Gebot in Krankenhäusern und Arztpraxen. Sie ist die Grundlage für den medizinischen Erfolg.

30 Mediziner sind dabei

Damit dies auch künftig in den Arztpraxen im Werratal und in der Rhön so bleibt, hatte sich das Ärztenetz Werra-Rhön den Medical Service Lydia Lang aus Hünfeld zu einer Informationsveranstaltung in das Hotel Rhönblick nach Philippsthal eingeladen. Zu diesem Ärztenetz gehören über 30 Mediziner aus der Kalibergbauregion in Osthessen und aus dem benachbarten Thüringen.

Während eines Vortrags bekamen die Mediziner mit ihren Helferinnen genauestens erklärt, welche Voraussetzungen eine Praxis schaffen muss, um zertifiziert zu werden.

„An oberster Stelle stehen dabei eine vernünftige und ausreichende Desinfektion sowie die ordentliche Sterilisation des OP-Bestecks“, erklärt Axel Lang vom Medical-Service.

Praxen zertifizieren

Der Fachbetrieb, der von Langs Frau Lydia geführt wird, darf Arztpraxen nach den Grundlagen des Qualitätsmanagements zertifizieren. „Wir haben bundesweit bereits 300 Praxen erfolgreich begleitet. Hier im Bereich des Ärztenetzes Werra-Rhön sind es derzeit sechs“, berichtet Axel Lang. Er hofft, dass sich nach diesem Informationsnachmittag zur Hygiene in der Arztpraxis weitere Mediziner aus der Region der Qualitätskontrolle zum Wohle ihrer Patienten stellen werden.

Von Mario Reymond

Kommentare