In der Philippsthaler Kirche gibt es am Dienstag einen Rückblick auf 17 Monate Bauzeit

Die Sanierung in Bildern

Pfarrerin Rita Stückrad-Frisch zeigt, wie Dachbalken miteinander verzapft wurden. Auf diese Weise wurden verfaulte Balkenteile herausgeschnitten und durch ebenfalls altes, aber gut erhaltenes Holz ersetzt. Foto: Reymond

Philippsthal. Die Sanierung des Dachstuhls an der Philippsthaler Schlosskirche ist endgültig abgeschlossen. Insgesamt 800 000 Euro wurden dort seit Mai vergangenen Jahres verbaut. 100 000 Euro finanzierte die Denkmalpflege. Die restlichen 700 000 Euro stemmte die evangelische Landeskirche.

Unter anderem mussten auch teilweise kunstvoll verzierte Balkenteile ausgetauscht werden, weil sie verfault waren. Die Baufirma ersetzte sie unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten durch ebenfalls sehr alt Holzstücke. Bemalt wurden sie schließlich von Restaurator Manfred Lausmann aus Hann. Münden.

Was sich in den vergangenenen 17 Monaten in der Schlosskirche noch so alles getan hat, davon können sich die Gemeindeglieder am kommenden Dienstag, 28. August, ab 15.30 Uhr während eines Tages der offenen Tür ein Bild machen. Es gibt Kaffee und Kuchen. Manfred Bugs, Vorsitzender des Bauausschusses, und Küsterin Martina Martens werden die einzelnen Bauabschnitte dokumentieren. Dabei werden auch viele Fotos gezeigt. Ab 17 Uhr spielt dann die Bergkapelle Hattorf in der Kirche.

Doch mit der jetzt abgeschlossenen Dachsanierung ist das Projekt Schlosskirche noch lange nicht erledigt. Im Südflügel der Kirche soll im kommenden Jahr Platz für das Pfarramt, die Pfarrerdienstwohnung und Gemeinderäume geschaffen werden. „Die Planungen dafür sind im Gange. Wir hoffen, im kommenden Jahr mit den Arbeiten beginnen zu können“, teilt Pfarrerin Rita Stürckrad-Frisch mit. Wenn die neuen Räume geschaffen sind, dann will die Kirchengemeinde das jetzige evangelische Gemeindehaus und das alte Pfarrhaus langfristig vermieten oder gar verkaufen. „Das ist unser Ziel“, erklärt die Pfarrerin.

Von Mario Reymond

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