Friedewalder Wasserburg wird noch bis Oktober für 440 000 Euro restauriert

Ruine ist Sanierungsfall

Arbeiten in vollem Gange: Teile der Wasserburg in Friedewald sind bereits neu verputzt und präsentieren sich wieder standsicher. Foto: Reymond

Friedewald. Die historische Wasserburg in Friedewald ist seit einigen Wochen eingerüstet. Schwerpunkt der Arbeiten ist die Erneuerung des Mauerwerks im gesamten Bereich des Rittersaals.

Im Jahr 2013 war bei einem Vor-Ort-Termin festgestellt worden, dass die Standsicherheit des Torbogens im sogenannten Kapellenturm nicht mehr gewährleistet ist. Der Heimatverein, als Mieter der Anlage, hatte daraufhin eine Bretterabsperrung in diesem Bereich angebracht, um Besucher vor herabfallenden Steinen zu schützen.

Provisorische Stütze

Außerdem hat der Eigentümer, das Land Hessen, vertreten durch das Hessische Immobilienmanagement an dem Torbogen eine provisorische Abstützung anbringen lassen, um weitere Schäden und den Einsturz zu verhindern.

Zwischen Eigentümer und Mieter bestand Einigkeit, den Bereich zeitnah zu sanieren und für Besucher wieder zugänglich zu machen. Da in diesem Bereich für die Arbeiten ein Gerüst aufgebaut werden muss, wird der Rittersaal während dieser Zeit für die Besucher gesperrt.

Für das Vorhaben stehen nach Mitteilung des Hessischen Immobilienmanagements insgesamt rund 440 000 Euro zur Verfügung.

Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll weist darauf hin, dass es während der Bauphase aufgrund von Materiallieferungen durch die Firma Preuße & Rätsch aus Weimar zu kurzfristigen Behinderungen im Bereich der Motzfelder Straße kommen kann.

Umleitung notwendig

Eine Umleitung über die Hersfelder Straße wird für die halbstündigen Verladearbeiten eingerichtet. Die Zeiten des Schulbusverkehrs wurden berücksichtigt, sodass es nicht zu Verzögerungen kommen sollte. (rey)

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