Windkraftanlagen an der Autobahn bei Friedewald gehen noch im November ans Netz

Die Rotoren sind oben

Friedewald. Eigentlich sollten die zwei neuen Windkraftanlagen auf der Hute oberhalb von Friedewald längst am Netz sein und Strom produzieren. Doch die Arbeiten haben sich verzögert. So hatte es beim Transport der einzelnen Bauteile Schwierigkeiten gegeben.

„Für Thüringen hatten wir lange Zeit keine Durchfahrtgenehmigung“, berichtet Michael Rudewig, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Windenergie Friedewald GbR. Diese investiert aktuell rund 7,6 Millionen Euro in Friedewald. In dieser Summe enthalten sind die Kosten für die beiden Anlagen, die Fundamente, die Anbindung an das Stromnetz im Friedewalder Gewerbegebiet sowie für den Wegebau und die Nebenanlagen.

Seit Mittwochabend sind nun auch die Rotoren der zweiten Anlage installiert. Wenn also in etwa zweieinhalb Wochen die Installationsarbeiten in den Anlagen selbst vollständig abgeschlossen sind, werden sich die Rotorblätter im Wind drehen.

Bei den beiden neuen Windrädern handelt es sich um Enercon E-82 Anlagen, die kein Getriebe besitzen. Jedes Windrad hat eine Nabenhöhe von 138 Metern und einen Rotordurchmesser von 82 Metern.

Die beiden neuen Anlagen werden zusammen jährlich neun Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen und ins Netz einspeisen. Mit den drei anderen Anlagen, die bei Friedewald bereits seit einigen Jahren am Netz sind, beläuft sich der jährliche Stromertrag auf mehr als 14 Millionen Kilowattstunden. Zum Vergleich: In der gesamten Gemeinde Friedewald werden pro Jahr etwa 13,5 Millionen Kilowattstunden Strom von allen Menschen verbraucht.

Von Mario Reymond

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